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Babynahrung vergiftet: Wer ist der Supermarkt-Erpresser?

Der mutmaßliche Supermarkt-Erpresser hat gestanden. Der 53-jährige Mann lebte seit 2015 in Ofterdingen bei Tübingen. Ein spröder Einzelgänger, der sich mit Menschen schwertat.

Von Isabel Stettin und Frank Brunner

Mit diesen Bildern suchte die Polizei Konstanz nach der Erpressung nach dem Verdächtigen

Mit diesen Bildern suchte die Polizei Konstanz nach der Erpressung nach dem Verdächtigen

Die Albblickstraße am Rand von Ofterdingen bei Tübingen geht in einen von Obstbäumen gesäumten Feldweg über, an den Wiesen und abgeerntete Äcker angrenzen. Am Freitag gegen 16.30 Uhr wollte ein Landwirt dort Gülle ausbringen. Schon von weitem sah er einen schwarzen BMW-SUV und einen VW-Bus, die die Straße versperrten, ein Dutzend Männer mit Pistolen und Polizeiwesten über der Zivilkleidung. Und er sah einen Mann mit Glatze, der gefesselt auf dem Boden lag.

Neben ihm stand ein langhaariger, brauner Hund, ein Irish Setter. "So einen Hund gibt es nur einmal in Ofterdingen", erzählt der Landwirt, der seinen Namen nicht nennen möchte. Er hat ihn oft über die Felder toben gesehen. Und auch der Mann in Handschellen kam ihm bekannt vor, nicht nur vom Gassigehen mit seinem Hund. Am Vortag hatte er dieses Gesicht schon einmal gesehen - auf einem Fahndungsfoto, das Freunde über Facebook geteilt hatten. Aber noch brachte er diese beiden Bilder nicht zusammen. Nachts um ein Uhr hörte er in den Nachrichten, dass die Polizei den mutmaßlichen Täter in einem großen Erpresserfall gefasst hatte: Jemand hatte Babynahrung vergiftet, damit gedroht, sie in Umlauf zu bringen und per E-Mail einen zweistelligen Millionenbetrag gefordert. Und das in einer Gemeinde im Landkreis Tübingen. "Damit hätte natürlich keiner hier gerechnet."

Ein einsamer, armer, unzufriedener Mann

Jochen S., 53, lebte seit 2015 in Ofterdingen. Wirklich Fuß gefasst hat er wohl nicht in der 4500-Einwohnergemeinde. Ein psychisch auffälliger Mann "mit Brüchen" in seiner Lebensgeschichte, ein exzentrischer Einzelgänger, so beschrieb ihn Polizeivizepräsident Uwe Stürmer am Samstag nach der Festnahme. Was ihn antrieb – außer vermutlich der Gier nach Geld – das ist bislang unklar.

Jochen S. lebte im Erdgeschoss in einer kleinen Wohnung, zusammen mit seinem Hund Gina und einem knappen Dutzend Kaninchen. Vor dem Mehrfamilienhaus, direkt an der Straße, stapeln sich Holzpaletten und Gerümpel. Ein Nachbar, der mit Jochen S. unter einem Dach lebte, beschreibt ihn als "unzufrieden". Er habe oft grimmig gewirkt, sich immer wieder in die Erziehung seiner Kinder eingemischt, belehrend. "Und wenn ihm etwas nicht gepasst hat, wurde er schnell narred" - ärgerlich. "Er hat sich oft wegen irgendeiner Nichtigkeit aufgeregt." Der Nachbar glaubt, dass der 53-jährige, der von Sozialhilfe gelebt haben soll, "kein gutes Leben" hatte.

"Mir war er sympathisch"

Es waren allenfalls seine Tiere, die ihn in Kontakt mit Menschen brachten. Auf seiner Homepage präsentierte sich Jochen S. als Hunde-Coach: "Ich trainiere eigentlich keine Hunde, sondern nur ihre Besitzer", heißt es dort. "Nicht der Hund ist die Ursache seines falschen Verhaltens, der Mensch macht die Fehler!"


"Er war oft unterwegs, immer mit Hund, oft auf dem Rad", erzählen Hundebesitzer aus Ofterdingen, die im Nachbarhaus leben. "Wir haben nur selten geredet. Er war verschlossen. Nur einmal haben wir uns länger ausgetauscht, - als seine Hündin einen Schlaganfall hatte." Das sei Jochen S. sichtlich nahe gegangen. "Wir sind einige Male zusammen Bus gefahren", erzählt Hartmut G., ein sehbehinderter Mann aus einer Nachbargemeinde, der auf einen Blindenhund angewiesen ist. "Wir haben uns nur über unsere Hunde unterhalten. Er hat viel Ahnung von Tieren. Mir war er darum eigentlich sympathisch."

Das Emotionalste, was von dem verschlossenen Mann zu sehen ist, ist ein Film auf Youtube. Es zeigt seine Hündin Gina, die mit zwei Kaninchen im Hundekorb sitzt. Und kuschelt.


kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(