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Sachsen-Anhalt Brand auf Reiterhof: Tatverdächtiger leistete dort Sozialstunden wegen Brandstiftung ab

Brandstiftung
Der Tatverdächtige war offenbar bereits wegen Brandstiftung in mehreren Fällen verurteilt (Symbolbild)
© Animaflora / Getty Images
Auf einem Reiterhof in Sachsen-Anhalt ist eine Scheune in Flammen aufgegangen. Ein Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft – er ist offenbar schon einmal wegen Brandstiftung verurteilt worden.

Nach einem Brand auf einem Reiterhof in Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) ermittelt die Polizei gegen einen 19-Jährigen wegen Brandstiftung. Er soll am Montag eine Scheune in Brand gesetzt haben. Das Amtsgericht Halle hat Haftbefehl erlassen, der mutmaßliche Täter sitzt im Untersuchungsgefängnis.

Der Brand war in Schafstädt, einem Ortsteil von Bad Lauchstädt, ausgebrochen. Bei dem jungen Mann handelt es sich offenbar um einen Wiederholungstäter: Laut Medienberichten leistete er auf dem Reiterhof Sozialstunden wegen Brandstiftung ab. Im März war er demnach zu einer Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt worden sein, nachdem er mehrere Brände gelegt haben soll. Weil er geständig war, wurde die Strafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Vor seiner Verurteilung hatte der Tatverdächtige selbst bei der freiwilligen Feuerwehr mitgearbeitet, berichten das Lokalportal "Du bist Halle" und die "Bild"-Zeitung.

Brand in Sachsen-Anhalt: Tatverdächtiger arbeitete früher bei der Feuerwehr

Nun soll der 19-Jährige auch für den Brand auf dem Reiterhof in Bad Lauchstädt verantwortlich sein. Bei nassem Wetter war schnell klar, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Brandstiftung handelte. Der Tatverdächtige wurde in der Nacht zum Dienstag festgenommen. Bei einer erneuten Verurteilung droht ihm wohl eine Gefängnisstrafe.

In der Scheune befanden sich nach Polizeiangaben mehrere Hundert Tonnen Wintergerste sowie Stroh, einige Landwirtschaftsmaschinen und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräften aus dem Umland vor Ort, konnte die Lagerhalle jedoch nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Der Sachschaden beläuft sich auf 600.000 Euro, teilte die Polizei mit. Menschen und Tiere seien bei dem Brand nicht zu Schaden gekommen.

Quellen: "Bild" / "Du bist Halle" / MDR / DPA

epp

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