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Baden-Württemberg: Betonklotz auf A7 geworfen - lange Haft für 37-Jährigen

Zwölf Kilo wog der Betonklotz, den ein Mann im September 2016 bei Giengen auf die A7 warf. Nun hat das Landgericht Ellwangen ihn zu mehr als neun Jahren Haft verurteilt. Doch seine Strafe wird er nicht im Gefängnis absitzen.

Mit Vollbart und ins Gesicht gezogener Schiebermütze sitzt der 37-jährige Angeklagte im Landgericht Ellwangen

Das Landgericht Ellwangen verurteilte einen Mann (l.), der einen zwölf Kilogramm schweren Betonklotz auf die A7 geworfen hatte

Wegen eines folgenschweren Steinwurfs auf eine Autobahn in Baden-Württemberg hat das Landgericht Ellwangen am Dienstag einen 37-Jährigen zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Zugleich ordnete die Strafkammer die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Bei dem Angeklagten waren schwere psychische Störungen festgestellt worden.

Das Gericht sprach den 37-Jährigen unter anderem des vierfachen Mordversuchs sowie der gefährlichen und der schweren Körperverletzung schuldig. Er hatte in der Nacht zum 25. September 2016 von einer Brücke in der Nähe des Flugplatzes Giengen einen zwölf Kilogramm schweren Betonpflasterstein auf die Autobahn 7 geworfen.

DNA-Spuren am Betonklotz

Wenig später fuhr ein Auto mit einer vierköpfigen jungen Familie gegen den Betonklotz. Der Wagen überschlug sich mehrfach, die Insassen trugen teils schwerste Verletzungen davon.

Auf die Spur des zur Tatzeit 36-Jährigen kamen die Ermittler nach früheren Angaben durch DNA-Spuren an dem Betonpflasterstein. Der Mann war bereits wegen mehrerer Straftaten strafrechtlich in Erscheinung getreten, seine DNA befand sich daher in der Datenbank.

In dem Prozess in Ellwangen wurde der Angeklagte auch wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verurteilt. Der Mann wird nun auf zunächst unbestimmte Zeit in der Psychiatrie untergebracht. Gegen das Urteil des Landgerichts ist Revision beim Bundesgerichtshof möglich.


tkr / AFP