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Baden-Württemberg: Bestatter soll Asche von Toten vertauscht haben

Ein pietätloser Fall sorgt in Baden-Württemberg für Aufregung: Ein Bestatter soll die Asche von zwei Toten verwechselt haben. Es ist nicht das erste Mal, dass der Mann auffällt.

Ein Bestatter aus Baden-Württemberg soll die Asche von mindestens zwei Toten vertauscht haben. Dem Mann aus Schwäbisch Hall wird bereits in anderen Fällen pietätloses Verhalten vorgeworfen. Er müsse nun mit weiteren Anzeigen rechnen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag und bestätigte Medienberichte. Der Fall war aufgeflogen, weil die Beamten bei ihren Ermittlungen die Asche aus einer Urne untersucht hatten. Sie stellten den Angaben zufolge fest: Eine Frau aus Michelbach bei Schwäbisch Hall bewahrte zwei Jahre lang die Asche eines gestorbenen Säuglings statt der ihres toten Mannes auf.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Sommer gegen den Mann sowie ein davon unabhängiges Bestattungsunternehmen ebenfalls aus Schwäbisch Hall. Es hatte Hinweise darauf gegeben, dass Kunden betrogen und Leistungen falsch abgerechnet wurden. Unter anderem sollen Leichen nach der Trauerfeier in billigere Särge umgebettet worden sein. Abgerechnet worden seien aber die teureren Särge.

steh/DPA / DPA
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