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Bagdad: Mehrere Bombenanschläge auf schiitische Pilger im Irak

Bei Bombenanschlägen auf schiitische Pilger in Bagdad sind am Donnerstag mindestens zwölf Menschen getötet worden. Hunderttausende Besucher waren in der Stadt, um den letzten Tag eines religiösen Festes zu feiern, wie die Sicherheitskräfte mitteilten.

Bei Bombenanschlägen auf schiitische Pilger in Bagdad sind am Donnerstag mindestens zwölf Menschen getötet worden. Hunderttausende Besucher waren in der Stadt, um den letzten Tag eines religiösen Festes zu feiern, wie die Sicherheitskräfte mitteilten. Erst am Mittwoch waren bei Anschlägen in und bei Bagdad fast 60 Menschen ums Leben gekommen. Die Gewaltwelle zeigt, wie anfällig die Sicherheitslage in der irakischen Hauptstadt ist, während sich das Parlament auch vier Monate nach der Wahl nicht auf eine Regierung einigen kann.

Im Osten Bagdads kamen sechs Menschen ums Leben, als eine Bombe am Straßenrand explodierte, die offensichtlich auf schiitische Pilger zielte. Bei einem weiteren Anschlag im Norden der Stadt wurden fünf Menschen getötet, wie Polizei und Krankenhäuser mitteilten. Ein weiteres Opfer wurde von einer Autobombe in einem südlichen Viertel in den Tod gerissen.

Zwar bekannte sich zunächst niemand zu den Anschlägen. Für ähnliche Taten in der Vergangenheit wurden aber sunnitische Extremisten verantwortlich gemacht, die Schiiten für Ungläubige halten und die schiitisch dominierte Regierung bekämpfen.

Derweil stieg die Zahl der Opfer des größten Anschlags vom Mittwoch auf 35. Ein Selbstmordattentäter hatte sich nahe einer Brücke in die Luft gesprengt, die ein schiitisches mit einem sunnitischen Stadtviertel verbindet. Auf der gleichen Brücke waren 2005 etwa 900 Menschen ums Leben gekommen, als die Warnung vor einem angeblichen Selbstmordattentäter eine Massenpanik ausgelöst hatte.

APN / APN
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