HOME

Loch ins Zellendach gesägt: Verhaftet wegen fünf Gramm Hasch - US-Bürger flieht aus berüchtigtem Gefängnis auf Bali

Einem US-Bürger ist auf Bali die Flucht aus dem berüchtigten Kerobokan-Gefängnis gelungen. Der 32-Jährige war wegen des Besitzes von fünf Gramm Haschisch verhaftet worden.

Der berüchtigte Kerobokan-Gefängnis auf Bali beherbergt viele Ausländer, die gegen die strengen Drogengesetze verstoßen haben

Der berüchtigte Kerobokan-Gefängnis auf Bali beherbergt viele Ausländer, die gegen die strengen Drogengesetze verstoßen haben

Ein 32-jähriger US-Bürger ist auf Bali erfolgreich aus dem Gefängnis geflohen und seither auf der Flucht. Das berichten unter anderem die BBC und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf lokale Medien. Demnach gelang dem Mann, der im August wegen des Besitzes von fünf Gramm Haschisch festgenommen worden sein soll, gemeinsam mit einem 57-Jährigen Landsmann am Montag die Flucht aus dem berüchtigten Kerobokan-Gefängnis. Der Ältere der beiden sei jedoch sofort wieder gefangen genommen worden, während der 32-Jährige davonsprinten konnte. Im Kerobokan werden viele der westlichen Touristen inhaftiert sind, die wegen Drogendelikten verurteilt wurden.

Den Angaben zufolge war dem Mann noch nicht der Prozess gemacht worden, weswegen unklar war, welcher möglichen Haftstrafe er sich zu entziehen versucht. hat extrem scharfe Anti-Drogen-Gesetze. Für gewisse Schmuggel-Delikte ist sogar die Todesstrafe möglich. Regelmäßig werden westliche Touristen dort festgenommen und ins Gefängnis gesteckt.

Bali: US-Bürger sägten sich aus Zelle

Den Berichten zufolge soll den beiden Männern die gelungen sein, indem sie mit einer Metallsäge die Gitterstäbe an der Decke ihrer Zelle zersägten. Wie sie an das Werkzeug gekommen waren, wurde nicht berichtet. Anschließend sollen sie die Außenmauer mit einer Bauleiter überwunden haben, die wegen eines Umbauprojekts in dem Gefängnis stand.

Ausbrüche sind in den völlig überfüllten Gefängnissen Indonesiens keine Seltenheit. Reuters zufolge beherbergt die Kerobokan-Haftanstalt mehr als 1300 Insassen - bei einer geplanten Kapazität von rund 325. Bereits im Juni gelangen einem Australier, einem Bulgaren, einem Inder und einem Malaysier die Flucht aus Kerobokan. Das Quartett grub sich einen zwölf Meter langen Tunnel unter den Gefängnismauer hindurch. Zwei von ihnen wurden kurz darauf gefasst, die anderen beiden sind aktuell noch immer auf der Flucht.

Seeungeheuer in Indonesien
fin
Themen in diesem Artikel