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Bandidos gegen Red Devils: Nichts als Ausflüchte im Rocker-Prozess

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat vor dem Kieler Landgericht ein Prozess gegen vier Rocker der Bandidos aus Neumünster begonnen. Ihnen wird vorgeworfen, im Januar drei Mitglieder der Rockergruppe Red Devils mit Messern und Schlagstöcken attackiert zu haben. Doch die Opfer schweigen.

Mit Ausflüchten der Opfer und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in Kiel ein Prozess gegen vier Rocker der der inzwischen verbotenen Bandidos aus Neumünster begonnen. Ihnen wird vorgeworfen, im Januar drei Mitglieder der Rockergruppe Red Devils mit Messern und Schlagstöcken attackiert zu haben. Dabei wurde ein Red Devil durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Den zwei anderen wurden als Demütigung die Kutten, die typischen Lederjacken, weggenommen. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und schweren Raub, zu den Männern zählt auch ein EX-NPD-Funktionär. Die Red Devils gelten als Unterstützer der Hells Angels.

Vor Gericht wirkte offenbar der unter Rockern übliche Ehrenkodex: keine Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz. So erinnerten sich die Opfer zum Prozessauftakt weder an den genauen Tathergang noch an die Angeklagten als Täter. Das am schwersten geschädigte Opfer schilderte nur ausweichend: "Da war plötzlich eine Wand schwarzgekleideter Menschen. Es fielen die Worte: "Falsche Stadt, falscher Ort, Kutten her!" Dann bin ich abgestochen worden." Er wachte erst im Krankenhaus wieder auf. Ein anderes Opfer erinnerte sich nur, dass da plötzlich sein "Kollege" blutend am Boden lag. Er habe Erste Hilfe geleistet und auf nichts sonst geachtet.

Ungeklärt blieb auch, wie den Red Devils die Kutten geraubt wurden. Ein Opfer sagte: "Die sind im Eifer des Gefechts abhanden gekommen." Der andere meinte, er habe überhaupt nicht bemerkt, dass ihm die Kutte gestohlen worden sei. Vor dem Verfahren hatte der frühere Chef der verbotenen Bandidos, Ralf Bacher, ein Rocker-Treffen in Neumünster bestätigt. Das Verfahren wird fortgesetzt.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.