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Bandidos vs. Hells Angels: Großeinsatz gegen Rocker in Mülheim

Die Hells Angels wollen im Revier der Bandidos Fuß fassen. Mehr als 1000 Polizeibeamte haben ein Aufeinandertreffen der verfeindeten Rockerbanden verhindert. 17 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Ein Großaufgebot der Polizei hat am Dienstagabend in Mülheim an der Ruhr ein Aufeinandertreffen der verfeindeten Rockergruppen Hells Angels und Bandidos verhindert. Mehrere Hundertschaften waren im Einsatz. Derzeit versuchen die Hells Angels, in Mülheim auf dem Gebiet der verfeindeten Bandidos Fuß zu fassen. Die Ermittler hatten Informationen, nach denen "gezielte Machtdemonstrationen bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen" möglich waren. Entsprechend massiv trat die Polizei auf. Nach dpa-Informationen waren mehr als 1000 Beamte in der ganzen Innenstadt im Einsatz.

17 Angehörige der beiden Gruppierungen und weiterer Unterstützer-Organisationen seien in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei Essen am Abend mit. Sie mussten die Nacht bei der Polizei verbringen. Damit sollten Platzverweise für ein bestimmtes Gebiet in der Mülheimer Innenstadt durchgesetzt werden. Dort befindet sich ein Lokal, das von Hells Angels besucht wird.

An mehreren Zufahrtsstraßen zur Innenstadt waren am Dienstagabend Autos zahlreiche Autos kontrolliert worden. Polizisten waren dabei mit Maschinenpistolen ausgestattet. Zeitweise kreiste auch ein Hubschrauber über der Stadt. Hunde waren im Einsatz. Auch Spezialkräfte standen bereit. Der Einsatz dauerte am späten Abend weiter an.

nw/DPA / DPA