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Barbados: Britin im eigenen Bett mit Benzin übergossen und angezündet

Eine Britin ist auf Barbados Opfers eines Verbrechens geworden. Ein Mann brach in ihr Haus ein, würgte sie und setzte sie schließlich in Brand. Die Familie fürchtet nun, der Täter könnte unbestraft bleiben. 

Auf Barbados brach ein Mann in ein Haus ein und zündete die Bewohnerin in ihrem Bett an (Symbolbild)

Auf Barbados brach ein Mann in ein Haus ein und zündete die Bewohnerin in ihrem Bett an (Symbolbild)

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Auf Barbados ist eine Frau verstorben, nachdem sie mit Benzin in ihrem eigenen Bett übergossen und angezündet worden war. Wie die britische BBC berichtet, hielt sich Natalie Crichlow auf der karibischen Insel auf, um ihren behinderten Bruder zu pflegen. "Ein Mann brach in ihr Haus ein, versuchte sie zu erwürgen und setzte sie schließlich in Brand", berichtete Ashley Best, die Nichte der Verstorbenen. Bei dem Angriff seien 75 Prozent der Haut der Britin verbrannt. 

Mehrere Tage lang kämpfte die schwer verletzte Frau im Krankenhaus ums Überleben. Doch am Ende waren die Verbrennungen zu schwer. Die 44-Jährige verstarb am 6. August, neuen Tage nach dem Überfall. 

Doch nun fürchten die Angehörigen der Frau, dass der Täter nicht zur Verantwortung gezogen wird. Ein Sprecher der örtlichen Polizei erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Press Association, dass bislang niemand festgenommen werden konnte. Die Nichte des Opfers hegt jedoch den Verdacht, dass die Polizei auf Barbados den Tod ihrer Tante nicht als Mordfall einstufen könnte, sagte sie der BBC.

Familie sammelt Geld für Überführung des Leichnams 

"Ich verstehe nicht, warum es passiert ist und wir sind alle in einem Schockzustand." Ihre Tante sei eine wahre Kämpferin gewesen. Sie habe zwei Mal den Krebs besiegt und zwei Schlaganfälle überstanden. "Dass jemand, der so viel durchgemacht hat, einfach so sein Leben verliert, ist einfach unverständlich", so Best.

Das britische Außenministerium erklärte unterdessen: "Unsere Mitarbeiter unterstützen die Familie der britischen Frau nach ihrem Tod in Barbados und stehen in Kontakt mit der Polizei von Barbados."

Die Familie des Opfers hofft nun, den Leichnam nach Großbritannien überführen zu können. Sie hat eine Crowdfunding-Seite eingerichtet, um die 8000 Pfund zu sammeln, die der Transport kosten würde. Crichlow hinterlässt drei Kinder im Alter von zehn, 20 und 26 Jahren. Sie hoffen, ihre Mutter in Großbritannien beisetzten zu können. 

ivi
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