HOME

"Cold Cases"-Ermittlungen: Beata Sienknecht galt 36 Jahre als vermisst - nun wurde ihr mutmaßlicher Mörder überführt

Beata Sienknchet hatte 1981 am Tag ihres Verschwindens eine Freundin besucht - danach war sie wie vom Erdboden verschluckt. Nun, 36 Jahre später, hat die Polizei den mysteriösen Fall gelöst: Sie wurde ermordet. 

Fast 36 Jahre galt Beata Sienknecht  als vermisst - nun wurde ihr mutmaßlicher Mörder überführt

Vor 36 Jahren ist Beata Sienknecht in Hamburg-Steilshoop verschwunden - wie sich nun herausgestellt hat: Die 36-Jährige wurde ermordet

Durch Nachforschungen sogenannter Cold-Case-Ermittler der Hamburger Polizei hat sich ein fast 36 Jahre alter Vermisstenfall als mutmaßlicher Mord entpuppt. Ein bereits wegen "weiterer Tötungsdelikte" seit vielen Jahren in der Psychiatrie einsitzender Mann habe gestanden, die damals 36-jährige Beata Sienknecht im Oktober 1981 getötet und ihre Leiche beseitigt zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Den Angaben zufolge gehörte der 58-jährige Klaus-Dieter H. zum "entfernten Bekanntenkreis" der dreifachen Mutter. Beata Sienknecht hatte am Abend des 13. Oktobers 1981 eine Freundin im selben Hochhaus in Hamburg-Steilshoop aufgesucht und ihr angeblich von einer tätlichen Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann berichtet. Danach wollte sie nach Aussage der Freundin zurück in ihre Wohnung, dort kam sie nach Aussage ihres Mannes aber nie an.

Leichnam von Beata Sienknecht bisher nicht gefunden

Island CrimeDie "Cold Cases"-Ermittler hatten den Fall im März 2017 neu aufgerollt und weitere Zeugen ausfindig gemacht, zu H. führten schließlich Recherchen im Umfeld des Opfers und der Hinweis einer Facebook-Nutzerin. Dieser habe die Tat bei einer Vernehmung bereits vor etwa einem Monat gestanden, teilten die Ermittler mit. Der Leichnam von Beata Sienknecht sei bislang allerdings noch nicht gefunden worden.

Die Hamburger Experten stießen im Zusammenhang mit dem spurlosen Verschwinden der Frau im Frühjahr auf neue Aufklärungsansätze und nahmen in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Mordes auf. Im August wandten sie sich mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit. Darin fragten sie unter anderem nach Menschen, die Angaben zum Leben des Opfers und ihres damaligen Ehemanns machen konnten.

Mysteriöse Morde und Vermisstenfälle sind das Spezialgebiet der Ermittlergruppe "Cold Cases", die im September letzten Jahres ins Leben gerufen wurde. Die sogenannten Cold-Case-Ermittlungsgruppen nehmen sich systematisch ungeklärte Kriminalfälle vor. 

Dieses Phantombild zeigt den Tatverdächtigen im Mordfall Bögerl


fs / DPA / AFP
Themen in diesem Artikel