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Rätselhafter Fund in Kleinstadt: Wie kommen 200.000 Euro auf einen Baum?

Auf die Hitzewelle der vergangenen Tage folgte in Mecklenburg-Vorpommern ein "Geldregen": Spaziergänger riefen die Polizei, weil von einem Baum 50-Euro-Scheine herunterflatterten.

In Mirow regnete am Wochenende plötzlich Geld von einem Baum

Geld fällt nicht vom Himmel? Geld wächst nicht auf Bäumen? Im mecklenburgischen Mirow schon - zumindest am vergangenen Wochenende. 

Die Pflanzenart Geldbaum gibt es wirklich. Allerdings ist sie eigentlich in Südafrika verbreitet und wächst nicht in der Kleinstadt Mirow in Mecklenburg-Vorpommern. Dort flatterten aber von einem Baum am Wochenende 50-Euro-Scheine herab, wie der NDR berichtete. Fußgänger bemerkten den "Geldregen" und informierten die Polizei.

Diese rief dann die Freiwillige Feuerwehr, die ausnahmsweise keine Katze, sondern einen Batzen Geld vom Baum holen musste. In 13 Metern Höhe entdeckten die Einsatzkräfte in der Baumkrone eine Einkaufstasche, die in einem Plastikrohr zwischen zwei Ästen versteckt war. Insgesamt befanden sich dort 200.000 Euro in 50-Euro-Scheinen. Durch die Hitze am Wochenende hatte sich das Plastikrohr verformt und geöffnet, sodass die Geldscheine zum Boden flogen. Als der Feuerwehrführer Ingo Mahnke an den Fundort kam, war in einem Umkreis von 15 Metern der gesamte Boden mit 50-Euro-Scheinen bedeckt. "Das war der seltsamste Einsatz in meiner Feuerwehrkarriere", sagte er dem Nordkurier.

Wer die 200.000 Euro in dem Baum versteckt hat, ist bislang unbekannt. Zwar habe sich ein Mann bei der zuständigen Polizeidienststelle in Neubrandenburg gemeldet, der muss aber nun nachweisen, dass das Geld ihm gehört. Die Polizei konnte bisher nur bestätigen, dass es sich nicht um Falschgeld handle. Die ehrlichen Bürger, die den Geldregen gemeldet hatten, bekommen einen Finderlohn.

jho / DPA