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Bei "Pro NRW"-Kundgebung: Hinweise auf Salafisten-Krawalle heute in Köln

Bei einer Wahlkampf-Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW sind heute angeblich weitere Gewalttaten von Salafisten geplant. Mehr als 100 Islamisten wurde es für heute untersagt, das Kölner Stadtgebiet zu betreten.

Die Polizei hat Hinweise auf weitere Gewalttaten von Salafisten heute in Köln. Dort ist eine Wahlkampf-Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW geplant. Bei einer Pro NRW-Veranstaltung in Bonn hatte es schwere Ausschreitungen gegeben. Salafisten fühlten sich durch Mohammed-Karikaturen provoziert. 29 Polizisten waren teils schwer verletzt worden. Mehr als 100 Islamisten wurde es für heute untersagt, das Kölner Stadtgebiet zu betreten. Pro NRW darf keine islamkritischen Karikaturen zeigen.

Gegen einen 25-jährigen Islamisten wurde Haftbefehl wegen dreifachen versuchten Polizistenmordes erlassen. Der Mann aus Hessen sei wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung bekannt, erklärte die Bonner Staatsanwaltschaft. Er habe den Angriff auf die Beamten gestanden, bestreite aber eine Tötungsabsicht.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sprach von einem "Schlag ins Gesicht aller friedlichen Muslime". Er forderte einen "Schulterschluss friedliebender Muslime mit ihren Verbänden, um sich gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Kräften einer weiteren Radikalisierung entgegenzustellen und Irrglauben und Glauben strikt zu trennen".

DPA / dpa