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Beil-Attacke in Stade Rentner bestreitet Zerstückelung seiner Ehefrau


Er soll sie mit einem Beil malträtiert haben, bis sie starb: Im niedersächsischen Stade steht ein 79-Jähriger wegen Mordes an seiner schlafenden Ehefrau vor Gericht. Zunächst muss aber festgestellt werden, ob der Mann überhaupt schuldfähig ist.

Weil er seine schlafende Frau mit einem Beil erschlagen und ihre Leiche zerstückelt haben soll, muss sich ein 79-jähriger Mann vor dem Landgericht im niedersächsischen Stade verantworten. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ist er psychisch krank und höchstens vermindert schuldfähig. Gegen ihn wird in einem "Sicherungsverfahren" wegen Mordes verhandelt. Dabei geht es nicht um ein Urteil oder eine Gefängnisstrafe im herkömmlichen Sinne. Das Gericht muss klären, ob der Mann - wie von der Staatsanwaltschaft beantragt –dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht wird weil er gefährlich ist.

Laut einer Gerichtssprecherin bestritt der Mann die Tat zu Prozessbeginn und betonte, er habe seine Frau nicht getötet. Seine Frau sei mehrmals auf der Kellertreppe ausgerutscht und habe sich dabei unter anderem an einer Säge verletzt. "Umgebracht hat sie sich selber, ich hab' nur versucht, sie zu retten", sagte der Rentner. Eine andere Erklärung für deren Tod habe er aber nicht liefern können.

Der 79-Jährige hatte seine gleichaltrige Ehefrau nach Angaben der Staatsanwaltschaft im August 2011 in ihrer gemeinsamen Wohnung in Beckdorf im Landkreis Stade getötet. Während sie schlief, fügte er ihr mit einem Beil Kopf- und Brustverletzungen zu. Anschließend zerteilte er den Erkenntnissen nach ihre Leiche, deponierte einige Körperteile in der Nähe seines Wohnortes und setzte diese in Brand.

jar/AFP/DPA DPA

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