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Belgisches Geiseldrama: Öger wehrt sich gegen Vorwürfe

Der EU-Abgeordnete und Reiseunternehmer Vural Öger hat nach eigenen Angaben nichts mit der Entführung eines Geschäftsmannes in Belgien zu tun. Der Entführte schulde ihm zwar anderthalb Millionen, das Geld habe er aber abgeschrieben, so Öger.

Der Europa-Abgeordnete und Chef des Reiseunternehmens Öger-Tours, Vural Öger, verlangt von den belgischen Behörden Aufklärung über den Vorwurf, in eine Entführung in Brüssel verstrickt zu sein. "Wir sind dabei, den Kontakt zu den belgischen Behörden herzustellen, um zu klären, was Herrn Öger vorgeworfen wird", sagte eine Sprecherin von Öger-Tours in Hamburg. Die Behörden seien bislang nicht auf Öger zugekommen. Öger selbst wies erneut jede Beteiligung an der Entführung eines türkischen Geschäftsmannes zurück.

"Die in der Presse wiedergegebenen Vermutungen zu meiner angeblichen Beteiligung an einer Entführung in Belgien entbehren jeder Grundlage", sagte Öger. Er sei selbstverständlich bereit, mit den belgischen Behörden zusammenzuarbeiten.

Verwicklung des deutschen EU-Abgeordneten vermutet

Medienberichten zufolge verdächtigt die Polizei einen Geschäftsmann aus Deutschland mit türkischer Herkunft. Mehrere Medien berichteten zudem übereinstimmend über die Verwicklung eines deutschen EU-Abgeordneten türkischer Herkunft. Die Beschreibung trifft auf Öger zu, der für die SPD im Europa-Parlament sitzt. Das Opfer der Entführung ist demnach ein türkischer Reiseunternehmer in Belgien, der im September von Unbekannten verschleppt und nach einer Woche wieder freigelassen worden war.

Öger kenne das Opfer und habe in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ihm unterhalten, bestätigte die Sprecherin von Öger-Tours. Daraus schulde der Mann Öger 1,5 Millionen Euro, die Öger aber abgeschrieben habe. Auch einen der vier mutmaßlichen Entführer kenne Öger, sagte die Sprecherin. Von einem Antrag, die Immunität Ögers aufzuheben, sei ihr nichts bekannt.

Reuters / Reuters
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