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Bergdorf in Südmexiko verwüstet: "Wir hören keine Schreie. Wir hören gar nichts"

Die Menschen wurden im Schlaf überrascht. Als der Berghang über dem Dorf Santa Maria Tlahuitoltepec ins Rutschen geriet, riss er Häuser und Hütten mit sich, einige wurden unter dem Schlamm begraben. Ein weiterer Hang droht abzurutschen.

Die ersten Meldungen klangen dramatisch, es hieß, ein Erdrutsch habe am Dienstag im Süden Mexikos Hunderte Häuser und schlafende Menschen unter sich begraben. Es war von möglicherweise 600 Toten die Rede. Nun gibt es Entwarnung: Nach offiziellen Angaben der mexikanischen Regierung ist bei dem Erdrutsch im Bundesstaat Oaxaca niemand ums Leben gekommen. Innenminister José Francisco Blake Mora und der Gouverneur des Bundesstaates, Ulises Ruiz, teilten am Dienstagabend in Oaxaca mit, in dem Bergort Santa María Tlahuitoltepec würden bislang nur elf Menschen vermisst.

Dem Erdrutsch in der Ortschaft Santa Maria Tlahuitoltepec seien tagelange Regenfälle vorausgegangen, sagte Ruiz im Fernsehsender Televisa. Rettungskräfte waren aus der Hauptstadt per Flugzeug in das Katastrophengebiet in der Sierra Juarez unterwegs.

Der Hang riss um vier Uhr morgens auf einer Breite von 200 Metern ab und begrub die Häuser unter sich. Ein Behördenvertreter in dem auf 2000 Meter Höhe gelegenen Ort sagte telefonisch: "Wir haben alle geschlafen, und alles, was ich hörte, war ein lauter Krach. Und als ich aus dem Haus gegangen bin, sah ich, dass der Berg herabgestürzt ist", sagte Donato Vargas. Der gesamte Ortsteil Los Pinos sei verschüttet worden. Dieser habe sich genau über dem Zentrum von Tlahuitoltepec befunden, und einige der Trümmer seien mit der Lawine bis in den Ortskern geschleift worden. Er habe die Streitkräfte und die Behörden zu Hilfe gerufen, sagte Vargas. Die Straßenverbindungen seien schlecht, und auch die Telefonverbindung zur Außenwelt sei nicht stabil. Acht Stunden nach dem Unglück hätten Rettungskräfte den Ort noch immer nicht erreicht.

"Sehr bedrohliche Lage"

Einwohner, die sich in Sicherheit bringen konnten, hätten bislang keinen der Vermissten bergen können. "Wir haben einen Bagger eingesetzt, aber da ist so viel Schlamm. Wir können die Häuser noch nicht einmal sehen, wir hören keine Schreie, wir hören gar nichts", sagte Vargas. Der Erdrutsch habe Häuser mit ihren Bewohnern, Autos, Vieh und Laternenmasten 400 Meter bergab gerissen. In einem anderen Bereich des Orts drohe ein weiterer Hang nachzugeben. "Wir befinden uns in einer sehr bedrohlichen Lage", erklärte Vargas.

Das Innenministerium teilte mit, Rettungsmannschaften des Militärs und der Marine sowie Polizisten seien mit Spürhunden und schwerem Gerät auf dem Weg in das Krisengebiet. Der betroffene Ort hat rund 9000 Einwohner und liegt rund 80 Kilometer östlich der Provinz-Hauptstadt Oaxaca. Die meisten Einwohner sind Angehörige der Mixe-Indígenas. Sie leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, aber auch vom Bergbau und vom Tourismus. Präsident Felipe Calderón drückte den Betroffenen in einer Mitteilung sein Mitgefühl aus. Innenminister Francisco Blake werde die Rettungsarbeiten koordinieren, sagte er.

Weiterer Ort von Erdrutsch betroffen

Im Süden Mexikos und in Zentralamerika regnet es seit Tagen. Zuletzt hat die Tropenstürme "Karl" und "Matthew" viele Gebiete der Region überflutet und in den Bergen zahlreiche Bergrutsche verursacht. In diesem Jahr sind in der im Mai beginnenden Regenzeit in Mittelamerika und Mexiko rund 400 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Nicaragua seien in den vergangenen Tagen 54 Menschen umgekommen, teilten die dortigen Behörden am Dienstag mit. Dort und in El Salvador gaben die Behörden am Dienstag landesweit Regenalarm heraus.

zen/dho/ukl/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.