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Planlos in Berlin: Sechs Bewaffnete wollen Geldtransporter überfallen - und scheitern kläglich

Erst klingt es wie ein Actionfilm, wird dann aber doch unfreiwillig zur Komödie. Sechs bewaffnete Männer überfallen einen Geldtransporter - doch haben offensichtlich nicht alles durchdacht.

Die Täter setzten nach dem Überfall auf den Geldtransporter ihr Fahrzeug in Brand, bevor sie flüchteten

Die Täter setzten nach dem Überfall auf den Geldtransporter eines ihrer Fahrzeug in Brand, bevor sie flüchteten

Es fing so gut an für die sechs maskierten Männer, die in Berlin einen Geldtransporter überfallen wollten. Alles verlief nach Plan. Sie stoppten am frühen Montagabend mit zwei Autos den Transporter, indem sie das Fahrzeug auf der Straße einkeilten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Angreifer zwangen die beiden Insassen des   zum Aussteigen und nahmen ihnen die Waffen ab. Vermutlich, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, feuerten die Täter mit ihren eigenen Waffen auf den hinteren Teil des Fahrzeugs.

Dann machten sie sich ans Werk - und scheiterten kläglich. Die dicke Beute befand sich im gepanzerten Heck. Die Täter versuchten den Polizeiangaben zufolge, mit einem Trennschneider die hintere Tür des Geldtransporters zu öffnen - was ihnen aber misslang. Offenbar hatten sie die Widerstandsfähigkeit des Wagens unter- oder ihr mitgebrachtes Werkzeug überschätzt. Daraufhin setzten sie einen der von ihnen benutzten Pkw in Brand und flüchteten ohne Beute mit dem zweiten Wagen. Wenig später wurde auch dieser brennend im benachbarten Stadtteil Mariendorf aufgefunden. Mindestens eines der Fahrzeuge war zuvor gestohlen worden.

Die beiden Angestellten der Geldtransportfirma im Alter von 43 und 45 Jahren erlitten einen Schock und wurden vor Ort von der Feuerwehr betreut. Einen Teilerfolg haben die Ganoven aber dennoch zu vermelden: Aktuell sind sie auf freiem Fuß. Die Polizei fahndet noch nach der Bande.

fin / AFP