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Gewalttat in Berlin Mord am helllichten Tag: Was steckt hinter dem tödlichen Schuss in aller Öffentlichkeit?


Was sind die Hintergründe des tödlichen Schusses auf einen Mann in Berlin-Moabit? Die Behörden geben nur spärlich Auskunft. Eine Zeugin sprach von einer "Hinrichtung".

Ein rätselhaftes und brutales Verbrechen erschüttert den Berliner Stadtteil Moabit. Wie die Polizei mitteilte, wurde dort gegen 12 Uhr ein Mann in aller Öffentlichkeit erschossen. Der Schütze war zunächst auf einem Fahrrad geflüchtet. Inzwischen konnte die Polizei einen Verdächtigen festnehmen. 

Zeugen hatten der Polizei gemeldet, dass im Bereich des Parks Kleiner Tiergarten an der Ecke Turmstraße/Stormstraße geschossen worden sei, in einer belebten Gegend, die aber auch als Schwerpunkt der Drogenkriminalität gilt.

Alarmierte Rettungskräfte konnten dem Opfer nicht mehr helfen, es erlag am Tatort seinen Verletzungen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot nach Berlin-Moabit aus und sperrte die Umgebung ab. Auch ein Hubschrauber und die Wasserschutzpolizei auf der Spree wurden eingesetzt. Ein Taucher suchte in dem nahegelegenen Fluss nach Spuren. Ob zum Beispiel Tatwaffe im Wasser vermutet oder sogar gefunden wurde, blieb unklar.

Polizei in Berlin
Die Polizei zog nach dem tödlichen Schuss auf einen Mann ihre Kräfte am Kleinen Tierpark in Berlin-Moabit zusammen
© Paul Zinken / DPA

Berliner Behörden geben nur spärlich Auskunft

Gleiches gilt für die Hintergründe der Tat sowie die Identität des Opfers. Der Leichnam solle nun obduziert werden, kündigte die Berliner Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA an. Wann ein Ergebnis vorliegt, steht noch nicht fest. Der Mann sei durch den Park gelaufen, als er getötet wurde, so die Ermittler weiter. Eine Augenzeugin schilderte der "Berliner Morgenpost" die Tat als "Hinrichtung", der Täter habe zwei Schüsse aus kurzer Distanz abgegeben.

Am Tatort beobachteten Reporter den Oberstaatsanwalt Ralph Knispel, der auch im Bereich der Clan-Kriminalität ermittelt. Allerdings gibt es auch Bereitschaftspläne für Staatsanwälte, sodass durch deren Anwesenheit an einem Tatort nicht zwingend Rückschlüsse auf den möglichen Hintergrund eines Verbrechens gezogen werden können. Die Berliner Staatsanwaltschaft war am Nachmittag zunächst für weitere Informationen zu einer möglichen Verbindung ins Clanmilieu nicht zu erreichen.

(Dieser Artikel wurde aktualisiert.)

Quellen: Polizei Berlin, "Berliner Morgenpost", Nachrichtenagenturen DPA und AFP


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