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Berlin Alexanderplatz: Säure-Alarm sorgte für Aufregung

Der Verdacht, dass Unbekannte in Berlin-Mitte mehrere Bus- und Straßenbahnhaltestellen mit ätzender Flüssigkeit attackiert haben, hat sich nicht bestätigt. Erleichterung bei allen Beteiligten.

Angst am Dienstagmorgen. In Berlin haben Haltestellen-Plakatierer der Firma Wall gegen sieben Uhr an mehreren Bus- und Straßenbahnhaltestellen in der Nähe des Alexanderplatzes vermeintliche Spuren einer ätzenden Flüssigkeit gefunden. Man befürchtete einen Säureanschlag, denn die Arbeiter hatten über Atemnot geklagt. Mehrere Berliner Zeitungen sprachen online von der hochgefährlichen Flusssäure, die bei Kontakt zu schwersten Verätzungen führen kann. Die Polizei sperrte daraufhin sechs Haltestellen, und Kriminaltechniker untersuchten die verdächtigen Spuren.

Der Verdacht auf Flusssäure konnte ausgeräumt werden. Offenbar handelt es sich sogar um alte Beschädigungen, so die Polizei auf Nachfrage von stern.de. Auch die Berliner Verkehrsbetribe (BVG) bestätigten, dass es Graffiti seien, von denen keine Gefahr ausgehe. Glücklicherweise ein Fehlalarm. Absperrungen sind vor Ort keine mehr zu sehen. Der Verkehr ist nicht weiter beeinträchtigt, und auch die Haltestellen werden wieder angefahren.

Auf Nachfrage bei Wall hieß es, dass einer der Mitarbeiter noch im Krankenhaus sei, um genau untersucht zu werden. Er werde wohl morgen entlassen.

Der Verdacht auf Flusssäure lag nahe, weil es immer wieder vorkommt, dass damit Graffiti in Oberflächen geätzt werden. Das ist für alle Beteiligten gefährlich: die, die ätzen und die, die später vorbeikommen.

sal/chb