Berlin Frau des Todespiloten wurde erschlagen


Die Frau des Berliner Todespiloten wurde Tage vor dem Flugzeugabsturz erschlagen. Damit verdichten sich die Hinweise auf eine Familientragödie.

Die Ehefrau des Hobbypiloten, der sich vor dem Berliner Reichstag in den Tod gestürzt hat, ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die Obduktion ergab, dass die Frau erschlagen wurde. Damit verdichten sich die Hinweise auf eine Familientragödie. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es bislang aber noch keinen eindeutigen Beweis, dass ihr Ehemann Volker Klawitter der Täter ist. Die 36-Jährige Frau wurde zweifelsfrei identifiziert. Ihre Leiche war in Erkner bei Berlin aus einem Kohlenkeller geborgen worden.

Nach unbestätigten Presseberichten soll die Frau vor ihrem Verschwinden die Scheidung eingereicht haben. Das Paar hinterlässt eine zehnjährige Tochter und einen 14-jährigen Sohn. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) sagte, wegen Verdachts des Totschlags werde gegen unbekannt ermittelt. Todeszeitpunkt sei vergangener Mittwoch oder früher gewesen. Genaue Todesursache sei stumpfe Gewalteinwirkung auf den Schädel.

Die Ergebnisse toxikologischer Untersuchungen des toten Piloten lagen nach Auskunft der Berliner Staatsanwaltschaft unterdessen noch nicht vor. Erst in einigen Tagen dürfte klar sein, ob Klawitter bei seinem Absturz unter Drogeneinfluss stand. Bei der Vernehmung zum Verschwinden seiner Frau hatte er sich kurz vor dem Absturz in Widersprüche verstrickt.

Klawitter war am Freitag mit seinem Sohn vom Flugplatz Eggersdorf bei Müncheberg mit seinem roten Doppeldecker vom Typ "Kiebitz" gestartet. Nach einem Rundflug mit dem Ultraleichtflugzeug setzte er den Jungen in Strausberg ab. Danach flog er nach Berlin weiter, wo er vor dem Reichstagsgebäude abstürzte. Am Montag wurde die Leiche der Frau in Folie gewickelt in einem Keller gefunden. Sie lag unter mehreren Zentnern Kohle.

DPA DPA

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