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Berlin: Sprengstoffexplosion in regierungsnaher Stiftung

Auf die vom Bundeskanzleramt finanzierte Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin ist ein Anschlag verübt worden. Die unbekannten Täter legten in der Nacht zum Dienstag Feuer im Hauseingang und brachten mehrere Gaskartuschen zur Explosion, wie die Polizei berichtete.

Auf die vom Bundeskanzleramt finanzierte Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin ist ein Anschlag verübt worden. Die unbekannten Täter legten in der Nacht zum Dienstag Feuer im Hauseingang und brachten mehrere Gaskartuschen zur Explosion, wie die Polizei berichtete.

In das Gebäude am Ludwigkirchplatz im Stadtteil Wilmersdorf zog dichter Rauch, Menschen wurden aber nicht verletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) ist Trägerin des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit, das den Bundestag und die Bundesregierung berät. Die Denkfabrik gilt als eine der größten in Europa und wird jährlich mit 11,475 Millionen Euro aus dem Etat des Bundeskanzleramts finanziert. Oberstes Aufsichts- und Entscheidungsorgan ist der Stiftungsrat. Ihm gehören unter anderem Vertreter der Bundestagsfraktionen und Bundesministerien an.

Eine Passantin hatte gegen 02.50 Uhr die Polizei alarmiert, als sie Flammen im Eingangsbereich sah. Zeitgleich wurden Explosionen gemeldet. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Am Brandort fanden sich Reste von Gaskartuschen.

APN / APN