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Lkw rast in Weihnachtsmarkt: Wohl auch Ausländer unter den Toten - erst sechs Opfer identifiziert

Die Fahrt eines Lkw in einen Berliner Weihnachtsmarkt war vermutlich ein Terroranschlag. Zwölf Menschen wurden getötet, als ein Laster direkt an der Gedächtniskirche in die Menge raste. Die Ereignisse in Berlin im Ticker zum Nachlesen.

Ein Polizist läuft über den zerstörten Weihnachtsmarkt in Berlin

Ein Polizist läuft über den zerstörten Weihnachtsmarkt in Berlin

Nach der Fahrt eines Lastwagens mitten in einen Berliner Weihnachtsmarkt verdichten sich die Hinweise auf einen terroristischen Anschlag. Bei der Tat am Breitscheidplatz, direkt an der Gedächtniskirche und unweit des Kurfürstendamms, kamen am Montagabend zwölf Menschen ums Leben, 49 erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Lkw mit polnischem Kennzeichen wurde nach Polizeiangaben offenbar vorsätzlich in die Menschenmenge gesteuert.

Nur etwa eine Stunde nach der Tat wurde ein Verdächtiger festgenommen. Er bestreitet jedoch, dass er den Lkw gesteuert hat - und wurde am Dienstagabend wieder entlassen, weil sich der Tatverdacht nicht erhärtete. Einen weiteren Mann fand man tot in dem Fahrzeug. Es ist vermutlich ein polnischer Staatsbürger, der den Sattelzug nach vorläufiger Einschätzung der Ermittler aber nicht steuerte. Der polnische Speditionsbesitzer hat den Tod seines Fahrers bestätigt: Er habe seinen Cousin auf einem Polizeifoto identifiziert, sagte Ariel Zurawski im polnischen Fernsehen. 

Lesen Sie die Ereignisse in Berlin im Ticker von Dienstag nach.

+++ 23.46 Uhr: Nach Berliner Anschlag: Zwei Frauen aus Israel und Italien vermisst +++

Unter den Opfern sind wahrscheinlich auch mehrere Ausländer. Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wird eine 31-jährige Frau aus Sulmona in den Abruzzen vermisst, die seit mehreren Jahren in Berlin lebt. Ihr Handy sei am Ort des Anschlags am Breitscheidplatz gefunden worden. Die Familie sei noch in der Nacht zum Dienstag vom Außenministerium informiert worden, sagt der Vater der Frau der Ansa. Seine Frau und sein Sohn seien inzwischen in Berlin, wo sie auf die Ergebnisse eines DNA-Tests warteten. "Aber ich mache mir keine Illusionen." Die 31-Jährige, die seit 2013 in Deutschland lebte, war bei einem Transportunternehmen in Berlin beschäftigt. Sie wollte am Donnerstag für die Weihnachtstage in die Heimat fliegen.

+++ 23.15 Uhr: Steckt wirklich der IS hinter der Tat? +++

+++ 22.56 Uhr: Polizei wertet Hinweise aus +++

+++ 22.45 Uhr: Schweigeminute auf Leipziger Weihnachtsmarkt für Berliner Opfer +++

Auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt haben Besucher mit einer Schweigeminute der Opfer in Berlin gedacht. Kurz nach 20 Uhr erloschen vorübergehend die Lichter des großen Baumes und viele Besucher verharrten still im Stadtzentrum - genau 24 Stunden nach dem Vorfall in Berlin. An dem Gedenken in Leipzig nahmen auch Oberbürgermeister Burkhard Jung und Polizeipräsident Bernd Merbitz teil.

+++ 22.11 Uhr: IMK-Chef dringt auf schärfere Gesetze +++

Der Chef der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon, dringt auf schärfere Gesetze. "Es gibt bundesweit zahlreiche Flüchtlinge, von denen wir nicht wissen, wo sie herkommen und wie sie heißen - da ist ein Unsicherheitspotenzial drin", sagt Saarlands CDU-Ressortchef der "Rheinischen Post". "Wer hier einen Asylantrag stellt und an seiner Identitätsfeststellung nicht mitwirkt, muss seinen Anspruch auf Asyl verlieren." Dazu werde er im Januar Vorschläge unterbreiten, sagt Bouillon.

+++ 21.48 Uhr: Polizei hat hunderte Hinweise erhalten +++

Auf Twitter gibt die Polizei Berlin bekannt, dass sie bereits mehrere hundert Hinweise zum Fall bekommen hat - und dankt.


+++ 21.30 Uhr: Breitscheidplatz bleibt gesperrt +++


+++ 21.28 Uhr: Erdogan kondoliert Merkel bei Telefonat +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan telefoniert mit Kanzlerin Merkel und übermittelt ihr sein Beileid. Er habe Merkel ausgerichtet, dass er den Schmerz Deutschlands angesichts des Anschlags teile, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Quellen im Präsidialamt in Ankara. Zuvor hatte bereits das türkische Außenministerium den Anschlag scharf verurteilt und Deutschland Solidarität zugesichert.

+++ 21.21 Uhr: Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen bei Fußball-Bundesligaspielen +++

Mit einer Schweigeminute in allen Stadien und Trauerflor hat die Fußball-Bundesliga zum Auftakt des letzten Spieltags vor der Winterpause der Opfer des Anschlags von Berlin gedacht. Rund um die Stadien von Hamburg und Frankfurt wurden die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft. So kamen vor der Partie des HSV gegen den FC Schalke 04 insgesamt 250 zusätzliche Sicherheitskräfte zum Einsatz. Sogar die HSV-Mitarbeiter wurden an den Eingängen durchsucht. In Frankfurt stockte die Polizei ihr Aufgebot noch einmal auf. Bereits nach den Terror-Anschlägen in Paris im vergangenen Jahr waren die Sicherheitsmaßnahmen in der Bundesliga spürbar erhöht worden. Damals war auch das Länderspiel Frankreich gegen Deutschland von den Attacken betroffen.

+++ 20.38 Uhr: Müller: Kein Grund sich zu Hause einzuschließen +++

Berlins Bürgermeister Michael Müller ruft die Bürger der Stadt auf, sich nicht einschüchtern zulassen. "Richtig ist: Die Augen offen zu halten, sich umzusehen, wachsam zu sein", sagt Müller in der ARD. Man könne sich aber in der Öffentlichkeit bewegen. "Es gibt keinen Grund für Angst oder sich zu Hause einzuschließen." Die Weihnachtsmärkte in der Stadt würden zusätzlich gesichert, etwa durch Betonklötze, um Nachahmungstaten zu vermeiden.

+++ 20.24 Uhr: IS nimmt Anschlag in Berlin in Anspruch +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nimmt den Angriff in Berlin für sich in Anspruch. Das IS-Sprachrohr Amak meldet im Internet, ein IS-Kämpfer sei für den Angriff verantwortlich gewesen.

+++ 20.16 Uhr: De Maizière hält politische Debatte für verfrüht +++

De Maizière wendet sich gegen eine politische Debatte über schärfere Sicherheitsmaßnahmen. "Es hat keine einzige Beerdigung stattgefunden. Wir kommen aus einem Gottesdienst, der im Fernsehen übertragen wurde, und da war das Thema Trauer und Gemeinsamkeit", sagt er CDU-Politiker im ZDF. "Und in dieser Lage und heute beteilige ich mich nicht an politischen Debatten" über die Sicherheitsarchitektur und die Flüchtlingspolitik. Die CSU hatte in der Flüchtlings- und Sicherheitspolitik den Druck auf Kanzlerin Angela Merkel erhöht. Das CSU-Präsidium stellte das für Anfang Februar geplante Spitzentreffen mit der CDU in München unter Vorbehalt.

+++ 20.06 Uhr: Noch 14 Menschen in Lebensgefahr +++

De Maizière erinnert daran, dass noch immer 14 Schwerverletzte in Lebensgefahr sind. "Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Opfer gibt", sagt de Maizière im ZDF. Unter den bisher zwölf Toten sind demnach womöglich auch Jugendliche.

+++ 19.47 Uhr: Ein oder mehrere Täter auf freiem Fuß +++

Der Generalbundesanwalt Peter Frank weist darauf hin, dass es keine "lückenlose Verfolgung" des Lkw-Fahrers nach dem Anschlag durch Augenzeugen gegeben habe. Der zwischenzeitlich festgenommene Mann habe in der polizeilichen Vernehmung "umfangreiche Angaben" gemacht, eine Tatbeteiligung jedoch bestritten. Frank hatte bereits Zweifel an der Schuld des Pakistaners geäußert. Auch sei unklar, ob es eventuell mehrere Täter gebe. Der oder die Verantwortlichen sind nun offenbar auf freiem Fuß.

"Wir gehen derzeit von einem Anschlagsgeschehen mit terroristischem Hintergrund aus", sagte Frank. Ein Bekennervideo gebe es allerdings nicht. Auf einen islamistischen Hintergrund der Tat wollten sich die Ermittler ebenfalls nicht festlegen.

+++ 19.11 Uhr: Kein dringender Tatverdacht +++

Nun, da der festgenommene Mann wieder frei ist, hat die Polizei keinen Verdächtigen mehr im Fall. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse hätten bislang keinen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten ergeben, teilt die Bundesanwaltschaft mit. 

+++ 19.01 Uhr: Verdächtiger wieder frei - kein Haftbefehl +++

Der zunächst festgenommene Verdächtige ist wieder frei. Es sei kein Haftbefehl erlassen worden, teilt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

+++ 18.38 Uhr: Trauergottesdienst für Anschlagsopfer läuft +++

Am ökumenischen Gottesdienst  in der Gedächtniskirche nehmen auch jüdische und muslimische Geistliche sowie ein Vertreter der griechisch-orthodoxen Kirche teil. Unter den Gästen sind auch Bundespräsident Joachim Gauck, Kanzlerin Merkel und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller. "Wir sind zusammengekommen, um vor Gott unser Erschrecken, unsere Trauer, unsere Fragen zu tragen", sagt Pfarrer Martin Germer. Der Berliner Bischof Markus Dröge ruft angesichts der "Terrortat" zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. "Wir geben dem Terror nicht dadurch Recht, dass wir uns entzweien lassen", sagt er. "Wir lassen uns nicht zur Unmenschlichkeit verführen."

Eine Frau mit kurzen, rotbraunen Haaren und einer grauen Daunenjacke stellt vor der Gedächtniskirche in Berlin eine Kerze auf

+++ 18.20 Uhr: Entscheidung über Haftbefehl gegen Verdächtigen bis Mitternacht +++

Bis Mitternacht wird definitiv über einen Haftbefehl gegen den festgenommenen Verdächtigen von Berlin entschieden. "Um 24 Uhr ist für uns die Zeit abgelaufen", sagt Generalbundesanwalt Peter Frank. Grund ist Paragraf 128 der Strafprozessordnung "Vorführung bei vorläufiger Festnahme". Darin heißt es, der Festgenommene sei, sofern er nicht wieder in Freiheit gesetzt werde, unverzüglich, spätestens am Tage nach der Festnahme, dem Richter bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk er festgenommen worden ist, vorzuführen. Hält der Richter die Festnahme nicht für gerechtfertigt oder ihre Gründe für beseitigt, so ordnet er demnach die Freilassung an.

+++18.11 Uhr: Iran verurteilt vermeintlichen Anschlag +++

Der Iran verurteilt den Vorfall in Berlin scharf. Man bedauere den Tod unschuldiger Menschen und teile die Trauer von deren Familien, sagt Außenamtssprecher Bahram Ghassemi in einer Presseerklärung. Um Anschläge wie die in Berlin in der Zukunft zu verhindern, sollte der Terrorismus konsequent bekämpft werden. Aber nur eine gemeinsamen und gezielte Zusammenarbeit aller Staaten könne dieses widerliche Phänomen auch wirklich ausrotten, so der Sprecher laut Webportal des Außenministeriums.

+++ 18.08 Uhr: Brandenburger Tor erstrahl in Schwarz-Rot-Gold +++


+++ 17.56 Uhr: Dortmund führt Lkw-Verbot ein +++

Als Reaktion auf das Attentat von Berlin hat die Stadt Dortmund eine Lkw-Verbotszone beschlossen. Bis zum Jahresende dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht zwischen 18 und 23 Uhr nicht mehr in die City, wie die Stadt mitteilt. Die Maßnahme gelte ab dem 21. Dezember und entsprechende Schilder sollen aufgestellt werden. Der Schritt sei mit den Schaustellern abgestimmt, die gemeinsam mit der Stadt Veranstalter des Dortmunder Weihnachtsmarktes seien.

+++ 17.50 Uhr: Glocken der Gedächtniskirche läuten zum Gedenkgottesdienst +++

Um 18 Uhr beginnt in der Gedächtniskirche direkt am Ort des Geschehens ein Gedenkgottestdienst.


+++ 17.44 Uhr: Weiterer Bericht über Zweifel an Zeugenaussage +++

Auch nach Informationen von Spiegel Online gibt es Zweifel an der Aussagekraft des Zeugen, der den festgenommenen Tatverdächigten verfolgte. Demnach habe dieser den Fahrer aus dem Lkw aussteigen sehen, ihn verfolgt, aber kurze Zeit später aus den Augen verloren. Die Polizei habe den 23-jährigen Verdächtigen dann auf Grundlage der Personenbeschreibung rund zwei Kilometer vom Tatort entfernt an der Siegessäule festgenommen.

+++ 17.38 Uhr: Polnischer Lkw-Fahrer starb laut Bericht durch Kopfschuss +++

Der polnische Lkw-Fahrer soll durch einen einzelnen Kopfschuss einer kleinkalibrigen Waffe getötet worden sein. Das berichtet Spiegel Online ohne Nennung einer Quelle. Dem Portal zufolge sei der Mann bereits tot gewesen, als der Täter auf den Weihnachtsmarkt fuhr. demnach habe er zunächst eine Runde um den Markt gedreht, möglicherweise um Anlauf zu nehmen.

+++ 17.16 Uhr: Festnahme nach Hinweis auf geplanten Terrorakt in Österreich +++

In Österreich ermitteln die Behörden gegen einen 25-jährigen Asylbewerber aus Marokko wegen des Verdachts, einen Anschlag zu Weihnachten oder Silvester in Salzburg geplant zu haben. Der Verdächtige solle entsprechende Gespräche geführt haben, sagte der Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft, Robert Holzleitner, am Dienstag. Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung. Bereits am Montag war die Flüchtlingsunterkunft in Fuschl bei Salzburg durchsucht und der 25-Jährige festgenommen worden.

+++ 16.51 Uhr: Zeuge, der Ermittler auf Spur des Verdächtigen führte, relativiert offenbar Aussage +++

In der Frage, ab wann der Zeuge den Verdächtigen verfolgte, muss dieser offenbar seine Aussage relativieren. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar, ab wann er den Verdächtigen vom Tatort habe weglaufen sehen. Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass die Spur des Verdächtigen nicht lückenlos vom Tatort bis zum Ort seiner Festnahme verfolgt werden konnte.

+++ 16.46 Uhr: SPD-Spitze: Unsere Antwort auf Hass ist Zusammenhalt +++

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat die SPD-Spitze zum Zusammenhalt aufgerufen. "Die Grausamkeit und Unmenschlichkeit dieses Anschlages haben uns alle tief erschüttert", schrieben Generalsekretärin Katarina Barley und der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel in einem Brief an die Mitglieder der SPD. "Wir trauern um die Opfer, wir sind auch zornig über diesen Mordanschlag. Aber unsere Werte, unsere Freiheit sind mächtiger als der Hass und der Terror." Barley und Gabriel warnten in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, vor Spekulationen, bis "diese abscheuliche Tat" aufgeklärt ist. "Unsere Antwort auf Hass ist Zusammenhalt. Besonnen und entschlossen gegen den Terror", hieß es.

+++ 16.35 Uhr: Nach Berliner Anschlag: 25 Opfer weiter im Krankenhaus +++

Nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche mit 12 Toten sind 49 Menschen verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Davon seien 25 Patienten weiter in stationärer Behandlung, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Dienstagnachmittag mit. 14 von ihnen seien sehr schwer verletzt. Die übrigen 24 seien am Dienstag aus den Kliniken entlassen worden.

+++ 16.32 Uhr: UN-Generalsekretär spricht Opfern von Berlin Beileid aus +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin als "terroristischen Angriff" verurteilt. Er drücke den Familien der Opfer sowie der Regierung und dem deutschen Volk sein tiefstes Mitgefühl und Beileid aus, erklärte Ban am Dienstag in New York.

+++ 16.24 Uhr: Nach Anschlag: Mehr Bundespolizei an Flughäfen, Bahnhöfen und Grenze +++

Nach dem Terroranschlag in Berlin zeigt die Bundespolizei in der Region Berlin und Brandenburg deutlich mehr Präsenz. Die Zahl der Einsatzkräfte an Bahnhöfen sowie an den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld sei verstärkt worden, sagte ein Sprecher in Berlin. Zudem wurde die Fahndung in einem 30 Kilometer breiten Streifen an der Grenze zu Polen intensiviert. Die Beamten seien teils mit Maschinenpistolen und Schutzwesten ausgerüstet und zeigten diese auch offen.

+++ 16.10 Uhr: Schausteller zeigen sich entsetzt über Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt +++

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten hat sich auch der Berufsverband der Schausteller entsetzt gezeigt. "Wir spüren tiefes Unverständnis und auch eine große Wut in uns, wenn wir über die Motive der Täter nachdenken", erklärte am Dienstag der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds (DSB), Albert Ritter. Weihnachtsmärkte und Volksfeste stünden "für Lebensfreude, Toleranz und unser gesellschaftliches Miteinander". In Berlin blieben die Weihnachtsmärkte am Dienstag auf Bitten des Senats geschlossen.

+++ 16.03 Uhr: Polizei beschlagnahmt Mobiltelefon bei Durchsuchung von Flüchtlingsunterkunft +++

Bei der Durchsuchung der Flüchtlingsunterkunft am früheren Berliner Flughafen Tempelhof wurde ein Mobiltelefon beschlagnahmt. "Wir haben ein Handy gefunden, das wir auswerten", sagte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt. Weitere Angaben machte er nicht. Die Auswertung des Telefons sei noch nicht weit genug fortgeschritten.

+++ 16.00 Uhr: BKA-Chef rechnet in den nächsten Stunden mit neuen Erkenntnissen zur Täterschaft +++

Nach Informationen des stern rechnet der BKA-Chef Holger Münch in den nächsten Stunden mit neuen Erkenntnissen zur Täterschaft. Dabei gehe es vor allem um die Frage, ob Spuren des Verdächtigen in der Kabine des LKWs entdeckt wurden. Konkret gehe es um Schmauchspuren, eine DNA-Analyse hingegen würde Tage dauern. Ein Abgleich mit einer Speichelprobe sei "nicht mal eben" möglich.

Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Der Tag danach: Berlin trauert am Breitscheidplatz
Mitgefühl: Eine Frau legt am Ort des Anschlags Blumen nieder

Mitgefühl: Eine Frau legt am Ort des Anschlags Blumen nieder

+++ 15.54 Uhr: Alarmierung der Bevölkerung über das System Katwarn nicht notwendig +++

Eine Alarmierung der Bevölkerung über das System Katwarn war aus Sicht des Berliner Polizeipräsidenten Klaus Kandt nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag nicht notwendig. Die hohen Klickzahlen in den sozialen Medien zeigten, dass die Berliner Polizei ihre eigenen Möglichkeiten habe, die Öffentlichkeit zu erreichen. "Wir brauchen Katwarn nicht als Polizei Berlin", sagte Kandt.

+++ 15.37 Uhr: Koordinierungsrat der Muslime: Terror zeigt "schreckliches Gesicht"

Der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) hat den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verurteilt. "In einer für die Christen sehr bedeutenden und besinnlichen Zeit brachte er Trauer und Leid in die Familien", sagte KRM-Sprecher Eröl Pürlü. Der Terror habe wieder einmal "sein schreckliches Gesicht gezeigt". Er mache keinen Halt vor unschuldigen Menschen und vor dem, was den Menschen heilig sei. Der Koordinierungsrat rief für Dienstag um 17.00 Uhr zu einer Mahnwache an der Gedächtniskirche auf. Zum Koordinierungsrat haben sich mehrere islamische Verbände zusammengeschlossen.

+++ 15.16 Uhr: Generalbundesanwalt bestätigt Zweifel an Schuld von festgenommenem Pakistaner +++

Generalbundesanwalt Peter Frank hat die Zweifel an der Schuld des nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend festgenommenen Pakistaners bestätigt. Die Ermittler müssten sich "mit dem Gedanken vertraut machen, dass der Festgenommene eventuell nicht der Täter war oder zur Tätergruppe gehörte", sagte Frank am Dienstagnachmittag in Berlin. Auch sei unklar, ob es einen oder mehrere Täter gebe.

"Wir gehen derzeit von einem Anschlagsgeschehen mit terroristischem Hintergrund aus", sagte der Generalbundesanwalt weiter. Er verglich den Hergang mit dem islamistischen Anschlag im französischen Nizza vom Sommer. Ein Bekennervideo gebe es allerdings bislang nicht, insofern könnten zur Hintergrund des Verbrechens in Berlin "noch keine endgültigen Aussagen" gemacht werden. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch.

+++ 15.03 Uhr: Kanzlerin Merkel am Ort des Anschlags eingetroffen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) haben den Ort des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz besucht. Merkel und Steinmeier legten am Dienstag zwischen dem alten und dem neuen Gebäude der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Blumen nieder. Sie wurden dabei vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller und Innensenator Andreas Geisel (beide SPD) begleitet. Im Anschluss an eine Schweigeminute ließen sich Merkel und Steinmeier den Tatort zeigen und von Vertretern der Sicherheitskräfte über das Geschehen informieren.


+++ 14.45 Uhr: Feuerwehr: Zahlreiche Menschen lebensgefährlich verletzt +++

Bei dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche haben zahlreiche Menschen lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Berlins Feuerwehrchef Wilfried Gräfling sprach am Dienstag von 18 lebensgefährlich Verletzten, von denen 3 bis zum Dienstagmorgen gestorben seien. Dadurch hatte sich die Zahl der Todesopfer auf dem Weihnachtsmarkt auf elf erhöht. Außerdem wurde ein polnischer Lastwagenfahrer getötet. Er wurde auf dem Beifahrersitz des Lkw gefunden, der am Montagabend auf den Markt gelenkt worden war. Wer am Steuer saß, ist noch unklar. 14 Menschen erlitten laut Gräfling schwere Verletzungen, 17 wurden leicht verletzt.

+++ 14.44 Uhr: Generalbundesanwalt: Terroristischer Hintergrund in Berlin +++

Generalbundesanwalt Peter Frank geht beim Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt von einem terroristischen Hintergrund aus. Das sagte er am Dienstag in Berlin.

+++ 14.42 Uhr: AFD-Vize Gauland: Flüchtlingspolitik der Regierung ist schuld +++

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Alexander Gauland, hat die Bundesregierung für den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verantwortlich gemacht. "Wir haben jetzt wieder einen Fall, wo es ein angeblicher Flüchtling ist", sagte der AfD-Landeschef und Fraktionsvorsitzende am Dienstag in Potsdam. Auf die Gefahr, dass sich Terroristen hinter den unkontrolliert eingereisten Flüchtlingen verstecken könnten, habe die AfD von Anfang an hingewiesen, betonte er. Man könne nun nicht argumentieren, die Terrormilz Islamischer Staat hätte auch andere Wege nutzen können, kritisierte Gauland. "Sie haben genau diese Möglichkeiten genutzt, und diese Möglichkeiten hätte man verhindern können", so der 75-Jährige. "Und da ist es doch völlig richtig, wenn ich sage: An dem, was passiert ist, ist natürlich die Flüchtlingspolitik dieser Bundesregierung schuld."

+++ 14.42 Uhr: Slowakische Regierung kritisiert deutsche Asylpolitik als mitschuldig +++

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag von Berlin hat die Slowakei, die derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, die deutsche Asylpolitik für die Tat mitverantwortlich gemacht. Deutschland sei zu leichtfertig bei der Aufnahme von Migranten, kritisierte Innenminister Robert Kalinak am Dienstag in Bratislava. "Dabei ist offensichtlich, dass es seit Ausbruch der Flüchtlingskrise mehr solcher Anschläge gibt."

Der sozialdemokratische Regierungschef Robert Fico warf der deutschen Bundesregierung vor, den Zusammenhang zwischen Migration und einer Serie von Terroranschlägen verschleiern zu wollen: "Wir waren während dieses Jahres Zeugen eines beispiellosen Verschweigens der Wahrheit", beklagte Fico in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Innenminister.

 +++ 14.27: Gauck: Hass der Täter wird uns nicht zu Hass verführen +++

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat Bundespräsident Joachim Gauck den Zusammenhalt in Deutschland trotz der mörderischen Tat beschworen. "Der Hass der Täter wird uns nicht zu Hass verführen", sagte Gauck in einer kurzen Ansprache am Dienstag in Berlin. "Er wird unser Miteinander nicht spalten", betonte der Bundespräsident.

Die Menschen hierzulande lebten in einer "starken Gemeinschaft", in der das Recht und die Menschlichkeit zählten. "Unser Zusammenhalt wird nicht schwächer, er wird stärker, wenn wir angegriffen werden", sagte Gauck.

+++ 14.04: Verfassungsschutz hatte zuvor keine konkreten Hinweise auf Anschlagsvorbereitung +++

Der Verfassungsschutz hatte nach Recherchen des stern in den vergangenen Tagen keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne auf Weihnachtsmärkte. Anders als im Fall Dschaber al-Bakr gab es auch keinen Hinweis eines Partner-Dienstes auf eine bevorstehende Tat. Gleichzeitig seien natürlich Weihnachtsmärkte potenzielle Ziele, und natürlich herrsche seit Monaten unverändert eine sehr hohe Bedrohungslage. 

+++ 13.33 Uhr: Berliner Polizei zweifelt an der Täterschaft des Festgenommenen +++

Auf einer Pressekonferenz von Berliner Politik und Polizei zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt wird deutlich, das die Ermittler möglicherweise einen Falschen als Tatverdächtigen festgenommen haben. "Es ist in der Tat unsicher, dass es der Fahrer war", sagte Polizeipräsident Klaus Kandt. "Es ist nach meinem Stand unsicher, ob es wirklich der Fahrer war", sagte auch der Berliner Generalstaatsanwalt Ralf Rother. Gleichzeitig setzt die Polizei in der Bundeshauptstadt mehrere Tweets ab, in denen sie darauf hinweist, dass verdächtige Beobachtungen gemeldet werden sollen. Der wahre Täter könnte also noch auf freiem Fuß sein.

+++ 13.12: Verwirrung um Festgenommenen – ist der wahre Attentäter noch auf freiem Fuß? +++

In der Berliner Polizei geht man nach Recherchen der "Welt" angeblich davon aus, dass es sich bei dem festgenommenen Pakistani nicht um den Todesfahrer handelt. Der wahre Täter sei noch bewaffnet, auf freiem Fuß und könne Schaden anrichten, hieß es. Das berichtet das Blatt und beruft sich auf Informationen aus ranghohen Sicherheitskreisen. 

Auf Twitter schreibt die Berliner Polizei. "Der festgenommene Tatverdächtige streitet derzeit die Tat am Breitscheidplatz ab. Wir sind daher besonders wachsam. Seien Sie es bitte auch".

Der "Spiegel" meldet, schon bei den frühen Ermittlungen habe es Ungereimtheiten gegeben. Die Polizei geht davon aus, dass der polnische Fahrer des Lasters erschossen wurde. Man habe bei dem Tatverdächtigen aber kaum Spuren gefunden, die auf einen Kampf hinweisen.

+++ 12.59 Uhr: Innenminister - Weihnachtsmärkte ab morgen wieder offen +++

Die Weihnachtsmärkte in Berlin bleiben am heutigen Dienstag nach Angaben des Bundesinnenministers geschlossen. Mit seinen Länderkollegen sei er sich aber einig, dass andere Weihnachtsmärkte und Großveranstaltungen weiter stattfinden sollen. Der jeweiligen Lage angepasst werde es weitere Sicherheitsvorkehrungen geben. "Aber eine Absage wäre falsch."

Berlin: Hier wird der Todeslaster geborgen

+++ 12.46 Uhr: Keine offizielle Bekennung des IS +++

"Auf den uns bekannten Wegen" habe es keine Bekennung des sogenannten Islamischen Staates zu dem Anschlag von Berlin gegeben. Dies müsse aber nichts heißen, da solche Bekennungen oft erst später geschehen würden, sagt Innenminister Thomas de Maizière. Der Innenminister bestätigte, dass in Fahrerhäuschen des Lkw eine erschossene Person gefunden wurde. Die Waffe dazu sei noch nicht aufgefunden worden. Der festgenommene Tatverdächtige stamme auf Pakistan und streite die Tat ab. Er sei am 31. Dezember 2015 nach Deutschland eingereist und dann im Februar nach Berlin gelangt.

+++ 12.37 Uhr: "Keine Zweifel mehr an Anschlag", sagt Innenminister de Maizière +++

"Wir haben keinen Zweifel mehr, dass es sich bei dem schrecklichen Ereignis gestern Abend um einen Anschlag gehandelt hat", sagte der Minister in Berlin. Der Wagen sei bewusst in die Menschenmenge gelenkt worden. Von den 48 Verletzten seien 18 schwer verletzt. 

+++ 12.26 Uhr: Lkw-Beifahrer laut Sicherheitskreisen mit kleinkalibriger Waffe erschossen +++

Der polnische Beifahrer des mutmaßlich als Terrorwaffe benutzten Lkw ist mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Ob die Waffe von den Ermittlern bereits gefunden wurde, war zunächst unklar. Im Führerhaus des Lastwagens sei zudem blutverschmierte Kleidung gefunden worden. Bei dem später in einiger Entfernung vom Tatort festgenommenen Tatverdächtigen sei dagegen keine mit Blut befleckte Kleidung gefunden worden.

+++ 12.22 Uhr: CSU-Chef Seehofer fordert Konsequenzen für Flüchtlingspolitik +++

Nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin hat CSU-Chef Horst Seehofer Konsequenzen in der Flüchtlingspolitik gefordert. "Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere gesamte Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren", sagte der bayerische Ministerpräsident in München. Er kündigte für Dienstagnachmittag eine Sondersitzung des bayerischen Kabinetts zur aktuelle Lage an. Es gehe dabei "um mögliche Schlussfolgerungen und Vorschläge für die Bundespolitik".

+++ 11.55 Uhr: Terror-Verdächtiger streitet Tat ab +++

Der nach dem Lkw-Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Terror-Verdächtige leugnet die Tat. Der 23 Jahre alte Mann streite bisher alles ab, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen.

+++ 11.28 Uhr:  Israeli unter den Verletzten des Anschlags in Berlin +++

Unter den Verletzten beim Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt ist auch ein Israeli. Die Leiterin des israelischen Konsulats, Liora Givon, sei unterwegs, um den Mann zu besuchen, teilte ein Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem am Dienstag mit.

+++ 11.02 Uhr: Kanzlerin Merkel: Wir müssen von einem terroristischen Anschlag ausgehen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich in einem kurzen Statement vor der Presse erschüttert über die Ereignisse in Berlin. Sie sei entsetzt. "Wir müssen von einem terroristischen Anschlag ausgehen", sagte sie und kündigte ein hartes Vorgehen des Rechtsstaats an. "Ich weiß, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat", fügte sie hinzu. "Dies wäre besonders widerwärtig" - auch gegenüber den tatsächlich Schutzbedürftigen. Merkel versprach, die Tat werde aufgeklärt werden, "in jedem Detail, und sie wird bestraft werden, so hart es unsere Gesetze verlangen".

Es sei ein schwieriger Tag, ein ganzes Land sei in Trauer vereint, sagte die Kanzlerin. Merkels Stellungnahme  war nach wenigen Minuten vorbei. Fragen von Reportern waren nicht zugelassen.

+++ 10.59 Uhr: Dresden sichert Weihnachtsmarkt mit Steinblöcken +++

Dresden hat nach Informationen von "Spiegel Online" damit begonnen, die Zugänge zum Striezelmarkt mit Steinblöcken zu sichern. Damit solle verhindert werden, dass Fahrzeuge  unkontrolliert auf das Gelände fahren können. "Dies ist eine Maßnahme, die so im Sicherheitskonzept des Striezelmarktes vorgesehen ist und greift, wenn sich die Sicherheitslage für den Markt verändert hat", wurde Rathaussprecher Kai Schulz zitiert.

+++ 10.53 Uhr: Putin "schockiert" über den mutmaßlichen Anschlag von Berlin +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich "schockiert" über den mutmaßlichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gezeigt. "Dieses gegen friedliche Zivilisten verübte Verbrechen schockiert durch seine Brutalität und seinen Zynismus", erklärte Putin am Dienstag. Der Kreml teilte mit, Putin habe Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)  kondoliert.

An einer Absperrung vor der Berliner Gedächtniskirche steht ein Polizist, während im Hintergund Rettungswagen stehen

+++ 10.38 Uhr: Ein Todesopfer von Berliner Weihnachtsmarkt wurde erschossen +++

Eines der zwölf Todesopfer des mutmaßlichen Anschlags vom Berliner Breitscheidplatz ist erschossen worden. Dies sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) nach Angaben eines Sprechers in Potsdam und berief sich dabei auf Erkenntnisse der Ermittlungsbehörden. Bei dem Erschossenen handelt es sich demnach vermutlich um den polnischen Kraftfahrer, der tot in dem Lastwagen aufgefunden wurde.

+++ 10.31 Uhr: AfD fordert: Keine Einreise von Menschen mit ungeklärter Identität +++

Die AfD hat nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ein sofortiges Einreiseverbot für Menschen mit ungeklärter Identität gefordert. "Die Grenzen müssen endlich kontrolliert werden, so dass niemand illegal einreisen kann, so dass es keine mehrfachen Identitäten geben kann, so dass polizeibekannte Asylbewerber sofort abgewiesen werden können", sagte der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland am Dienstag. Nur so könnten derartige Anschläge nachhaltig verhindert werden.

+++ 10.20 Uhr: Verdächtiger unter dem Namen Naved B. bekannt - Zwei Alias-Namen +++

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben den nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommenen Verdächtigen unter dem Namen Naved B. als mutmaßlichen Flüchtling identifiziert. Der wohl 23 Jahre alte Mann habe zwei Alias-Namen geführt, die dem erstgenannten Namen sehr ähnlich seien, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Auch die Tageszeitung "Die Welt" hatte den Namen genannt.Es verdichten sich Hinweise darauf, dass der Mann aus Pakistan stammt. Vollständig geklärt sei das Geburtsland des Mannes allerdings nach wie vor nicht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Zuvor hieß es, es sei auch möglich, dass der Mann aus Afghanistan stamme.

+++ 10.13 Uhr: Beifahrer des Lkw soll erschossen worden sein +++

Der polnische Beifahrer des Lkw, der am Montagabend auf einen Berliner Weihnachtsmarkt in die Menge raste, soll erschossen worden sein. Das berichtet das ARD-Hauptstadtbüro und beruft sich auf Informationen aus Sicherheitskreisen. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter wird mit der Aussage zitiert, unter den Toten auf dem Berliner Breitscheidplatz sei auch eine Person, die erschossen wurde. Das sei vermutlich der polnische Lkw-Fahrer. Er sei allerdings ein Opfer, kein Täter.

+++ 9.48 Uhr: Vorsitzender der Innenministerkonferenz spricht von "Kriegszustand" +++

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), spricht nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin von einem "Kriegszustand". Der saarländische Innenminister sagte am Dienstag dem Saarländischen Rundfunk: "Wir müssen konstatieren, wir sind in einem Kriegszustand, obwohl das einige Leute, die immer nur das Gute sehen, nicht sehen möchten". Bouillon kündigte verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an. Es stehe zu befürchten, dass es Nachahmer gebe.

+++ 9.45 Uhr: Merkel will sich zu mutmaßlichem Anschlag äußern +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Vormittag zum mutmaßlichen Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin äußern. Das Bundespresseamt kündigte am Dienstag für 11.00 Uhr eine Erklärung im Kanzleramt in Berlin an.

+++ 9.40 Uhr: Bayerns Innenminister: "Wir müssen über die Risiken durch Flüchtlinge reden" +++

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), offen über die Risiken durch die Aufnahme von Flüchtlingen zu sprechen. "Wir müssen uns jetzt mit der Frage beschäftigen, welche Risiken wir mit dieser großen Zahl von Flüchtlingen ins Land bekommen", sagte Herrmann am Dienstag im Bayerischen Rundfunk.

Der Bevölkerung könne nicht zugemutet werden, "das jetzt einfach weiter so laufen zu lassen, dass wir ein erhöhtes Anschlagsrisiko von Personen haben, die aus einer radikalen Islamismusverständnis heraus solche Anschläge begehen".

 +++ 9.33 Uhr: Berliner Senat berät über Lage nach Bluttat auf Breitscheidplatz +++

Der Berliner Senat berät an diesem Dienstag über die Lage nach der Bluttat auf dem Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche. Die Landesregierung werde sich um 10 Uhr über die Lage von Innensenator Andreas Geisel (SPD), den Sicherheitskräften und der Staatsanwaltschaft zum Ermittlungsstand und den getroffenen Maßnahmen berichten lassen, teilte die Senatskanzlei am Morgen mit.

Ab 11.30 Uhr soll in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein Kondolenzbuch des Senats ausliegen, in das sich zunächst die Mitglieder der Landesregierung eintragen sollen. Danach könnten sich die Berliner und Gäste der Stadt eintragen. Zum Zeichen der Trauer würden alle Fahnen in der Stadt auf Halbmast gesetzt.

+++ 9.01 Uhr: Bundesanwaltschaft zieht Ermittlungen zu mutmaßlichem Anschlag komplett an sich +++

Nach dem mutmaßlichen Anschlag von Berlin mit zwölf Toten hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen vollständig an sich gezogen. Auch die Pressearbeit "zu allen Ereignissen im Zusammenhang mit dem Vorfall vom Breitscheidplatz" habe der Generalbundesanwalt übernommen, teilte die Berliner Polizei mit. Ein Sprecher war in Karlsruhe zunächst nicht zu erreichen. In der Nacht war die Rede davon gewesen, dass in Berlin und Karlsruhe "parallel" ermittelt werde.

+++ 8.54 Uhr: SEK durchsucht Hangars auf früherem Flughafen Tempelhof +++

Nach der Todesfahrt eines Lkw in Berlin haben Spezialeinsatzkräfte (SEK) der Polizei nach Medienberichten Hangars auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft. Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen ist der Verdächtige wohl im Februar als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland eingereist. Demnach soll der Mann in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. Die Polizei bestätigte den SEK-Einsatz zunächst nicht.

+++ 8.46 Uhr: Bundestags-Innenausschuss berät über mutmaßlichen Anschlag +++

Der Innenausschuss des Bundestags will am Mittwoch gegen Mittag in einer Sondersitzung über den mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Koalitionskreisen. Am Montagabend war ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gerast. Zwölf Menschen kamen ums Leben, rund 50 wurden verletzt. Ermittler nahmen einen Verdächtigen fest, der als Flüchtling nach Deutschland eingereist sein soll. Die Polizei vermutet einen Terroranschlag.

+++ 8.36 Uhr: Mehr Polizei auf Weihnachtsmärkten: Länder überdenken Konzepte +++

Die Bundesländer überdenken nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt ihre Sicherheitskonzepte. "Es wird alles getan um die bestmögliche Sicherheit im Land zu gewährleisten", sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe des Tages wollen die Landesinnenminister per Telefonschalte über die Lage beraten.

"Wir müssen jetzt noch mehr Wachsamkeit und Präsenz zeigen", sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) dem Sender WDR5. Die Polizei werde in Doppelstreifen und schwerer bewaffnet kontrollieren, außerdem werde es verdeckte "Maßnahmen" geben. Dabei gehe es insbesondere darum, die islamistische Szene zu beobachten.

+++ 8.21 Uhr: Innenminister ordnet nach mutmaßlichem Anschlag Trauerbeflaggung an +++

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für Dienstag die bundesweite Trauerbeflaggung der Bundesbehörden angeordnet. "Dies geschieht als Zeichen der Anteilnahme nach der Gewalttat auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am gestrigen Abend", teilte das Ministerium mit.

+++ 7.55 Uhr: Sicherheitskreise:Verdächtiger wohl über Balkanroute eingereist +++

Der nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Verdächtige ist nach Erkenntnissen der Behörden wohl im Februar als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland eingereist. Das erfuhr die Deutschen Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Demnach soll der Mann in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. 

+++ 7.13 Uhr: RBB: Verdächtiger vom Weihnachtsmarkt soll Pakistaner sein +++

Der Mann, der einen Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert haben soll, ist nach Informationen des RBB-Inforadios Pakistaner. Der festgenommene mutmaßliche Täter sei am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist, berichtete der Sender am frühen Morgen unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Polizei soll er bereits wegen geringfügiger Delikte bekannt sein. Die Berliner Polizei wollte sich dazu nicht äußern. Auch die Tageszeitung "Die Welt" hatte zuvor geschrieben, der Verdächtige sei ein Flüchtling aus Pakistan.

+++ 6.26 Uhr: Berliner Polizei spricht von "vermutlich terroristischem Anschlag" +++

Nach der Todesfahrt eines Lastwagens auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche vermutet die Polizei einen Terroranschlag. "Alle polizeilichen Maßnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag am Breitscheidplatz laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt", schrieb die Berliner Polizei am Dienstag im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Zuvor hatte sie bereits mitgeteilt, dass der Laster offenbar vorsätzlich in die Menschenmenge gesteuert wurde und so zwölf Menschen tötete.

+++ 6.03 Uhr: Polizei: Laster vorsätzlich in Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert +++

Nach der Todesfahrt eines Lastwagens auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche geht die Polizei von einem Anschlag aus. "Unsere Ermittler gehen davon aus, dass der Lkw vorsätzlich in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gesteuert wurde", teilte die Berliner Polizei am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Dabei waren am Montagabend zwölf Menschen getötet und 48 weitere verletzt worden.

An einer Absperrung vor der Berliner Gedächtniskirche steht ein Polizist, während im Hintergund Rettungswagen stehen

+++ 5.06 Uhr: Polizei: Tot aufgefundener Pole steuerte Lkw wohl nicht in den Weihnachtsmarkt +++

Der Lastwagen, der auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast ist, wurde nach vorläufiger Einschätzung der Polizei nicht von dem Polen gesteuert, der tot in dem Fahrzeug gefunden wurde. "Der im LKW tot aufgefundene Mann steuerte nach bisherigen Erkenntnissen nicht den LKW", als dieser in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren sei, teilte die Polizei am Dienstag über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit.

Ein Lkw mit polnischem Kennzeichen war auf den Weihnachtsmarkt direkt am Kurfürstendamm und an der berühmten Gedächtniskirche gefahren. Dabei wurden laut Polizei zwölf Menschen getötet und 48 weitere verletzt. Nach dem Vorfall wurde in dem Lastwagen nach Polizeiangaben die Leiche eines polnischen Staatsbürgers gefunden. Ein Verdächtiger, der den Lkw auf den Weihnachtsmarkt gesteuert haben soll, wurde festgenommen.

+++ 3.57 Uhr: NRW-Innenminister: "Müssen von einem Terroranschlag ausgehen" +++

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) geht nach seinem bisherigen Informationsstand von einem "Terroranschlag" auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin aus. "Nach allem, was wir wissen, müssen wir von einem Terroranschlag ausgehen", sagte Jäger am frühen Dienstagmorgen. Ein Sprecher Jägers sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Informationen, die wir bisher haben, lassen uns zu dieser Bewertung kommen."

+++ 3.44 Uhr: Berliner Polizei dankt Verkäufern für Versorgung von Betroffenen +++

Die Polizei in Berlin hat nach dem möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt den Verkäufern rund um den Platz für ihre Hilfe gedankt. "Danke an alle Gewerbetreibenden rund um den Breitscheidplatz für die selbstlose Versorgung der Betroffenen & unserer Einsatzkräfte", schrieben die Beamten in der Nacht zum Dienstag auf Twitter. Am Abend war ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der berühmten Gedächtniskirche gerast. Zwölf Menschen wurden getötet und Dutzende verletzt. Der mutmaßliche Fahrer des Lastwagens wurde festgenommen. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

+++ 3.26 Uhr: Polizei: Toter im Laster auf Berliner Weihnachtsmarkt polnischer Staatsbürger +++

Bei dem Toten, der nach dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt in dem Laster gefunden wurde, handelt es sich um einen polnischen Staatsbürger. Das teilte die Berliner Polizei am Dienstag im Kurzmitteilungsdienst Twitter mit.

Nach dem Vorfall wurde nach Polizeiangaben ein Verdächtiger festgenommen, der den Todes-Lkw gesteuert haben soll. Die Polizei schloss weder einen Unfall noch einen Anschlag aus. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte in der ARD: "Ich möchte jetzt noch nicht das Wort Anschlag in den Mund nehmen, obwohl viel dafür spricht."

Der Besitzer des polnischen Lkw-Unternehmens hatte am Montagabend gesagt, dass er seit dem Nachmittag keinen Kontakt mehr zu dem Fahrer habe. Bei dem Fahrer handele es sich um seinen Vetter, auf den er sich verlassen könne, sagte Ariel Zurawski der Nachrichtenagentur AFP am Telefon.

+++ 2.28 Uhr: Speditionsmitarbeiter: Mit Lkw der Berliner Todesfahrt wurde offenbar geübt +++

Nach der Todesfahrt eines polnischen Lastwagens auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin hat ein Vertreter des Lkw-Unternehmens die Vermutung geäußert, dass jemand am Montag mehrfach geübt hat, das Fahrzeug zu starten. Der leitende Speditionsmitarbeiter Lukasz Wasik sagte dem Internetportal "Money.pl", jemand habe den Laster am Montag mehrfach gestartet. "Es ist, als hätte jemand geübt, ihn zu fahren", sagte Wasik.

Eigentlich habe der Laster am Montag stehen bleiben sollen, um auf seine Entladung am Dienstag zu warten, führte Wasik aus. Nach den von ihm überprüften GPS-Daten aus dem Lastwagen habe jemand aber um 15.44 Uhr den Motor gestartet und weitere Male um 16.52 Uhr und um 17.37 Uhr. Der Lastwagen sei aber nicht weggefahren. Um 19.34 Uhr habe sich der Lkw aber dann in Gang gesetzt. Gegen 20 Uhr war das Fahrzeug in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast.

+++ 2.04 Uhr: Polizei: Zwölf Tote nach Todesfahrt auf Berliner Weihnachtsmarkt +++

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Kurfürstendamm ist die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen. Das teilte die Polizei Dienstagfrüh über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Es gibt demnach 48 Verletzte.

Polizisten und Feuerwehrleute stehen vor dem abgesperrten Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirch

Polizisten und Feuerwehrleute stehen vor dem abgesperrten Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Hier raste am Vorabend ein Lkw in die Menschenmenge.

+++ 1.21 Uhr: Sicherheitskreise:Verdächtiger wohl als Flüchtling eingereist +++

Der nach dem möglichen Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene mutmaßliche Fahrer ist nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden wohl im Februar als Flüchtling nach Deutschland eingereist. Letzte Gewissheit gab es zunächst noch nicht, da der Mann unterschiedliche Namen verwendet habe und damit seine Identität nicht zweifelsfrei habe geklärt werden können, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Dienstagmorgen aus Sicherheitskreisen. Es deutete viel darauf hin, dass der Mann - ein Pakistaner oder Afghane - bei der Einreise nach Deutschland als Flüchtling registriert worden sei. Die Tageszeitung "Die Welt" hatte zuvor geschrieben, der Verdächtige sei ein Flüchtling aus Pakistan.

0.58 Uhr: Trump legt Tat "islamistischer Terroristen" auf Berliner Weihnachtsmarkt nahe +++

Donald Trump

Donald Trump ist sicher, dass dass "islamistische Terroristen" hinter der Tat stecken. Trump wurde am Montag vom Gremium der Wahlleute zum nächsten US-Präsidenten gewählt.

Nach der Todesfahrt eines Lastwagens auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin hat der künftige US-Präsident Donald Trump nahegelegt, dass "islamistische Terroristen" hinter der Tat stecken. "Unsere Herzen und Gebete sind bei den Angehörigen der Opfer der heutigen schrecklichen Terrorattacke in Berlin", erklärte Trump am Montag. "Unschuldige Zivilisten wurden auf der Straße ermordet, als sie sich auf das Weihnachtsfest vorbereiteten."

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und "andere islamistische Terroristen schlachten fortwährend Christen in ihren Gemeinden und Andachtsorten ab als Teil ihres globalen Dschihad", fügte Trump hinzu. "Diese Terroristen und ihre regionalen und weltweiten Netzwerke müssen vom Angesicht der Erde ausgelöscht werden, eine Mission, die wir mit allen freiheitsliebenden Partnern ausführen werden", kündigte Trump an, der am 20. Januar sein Amt antritt. 

+++ 0.48 Uhr: Müller und Innensenator wollen Dienstag Öffentlichkeit informieren +++

Nach dem möglichen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche wollen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Innensenator Andreas Geisel am Dienstagmittag auf einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit informieren. Dabei würden auch Landesbranddirektor Wilfried Gräfling und Polizeipräsident Klaus Kandt Fragen der Journalisten beantworten, teilte der stellvertretende Senatssprecher Bernhard Schodrowski am Montagabend mit. Ebenso werde ein Vertreter der Berliner Generalstaatsanwaltschaft dazukommen, er stehe allerdings noch nicht fest.

+++ 0.33 Uhr: De Maizière: Viel spricht für Anschlag in Berlin +++

Bei der Todesfahrt eines Lkw auf einem Berliner Weihnachtsmarkt spricht nach den Worten von  Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) "viel" für einen Anschlag. "Ich möchte jetzt noch nicht das Wort Anschlag in den Mund nehmen, obwohl viel dafür spricht", sagte de Maizière am Montagabend in der ARD. Über die Hintergründe gebe es noch keine endgültigen Erkenntnisse. Ein Verdächtiger werde vernommen.

+++ 0.33 Uhr: Polizei: Lkw womöglich bereits in Polen gestohlen +++

Der Lastwagen, der gegen 20 Uhr in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast ist und dabei mehrere Menschen getötet hat, ist womöglich bereits in Polen von einer Baustelle gestohlen worden. Das teilte die Polizei in der Nacht zum Dienstag mit. Die Ermittlungen dazu liefen.

+++ 0.31 Uhr: Sicherheitskreise: Festgenommener könnte Pakistaner oder Afghane sein +++

Der nach dem möglichen Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene mutmaßliche Fahrer könnte ein Pakistaner oder Afghane sein. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Dienstagmorgen aus Sicherheitskreisen. Eine genaue Identifizierung sei jedoch schwierig, da möglicherweise auch falsche Namen benutzt würden. Der Mann war nach dem Vorfall mit mindestens neun Toten zunächst geflüchtet.

Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Mann sei den Ermittlern bekannt, allerdings nicht wegen eines terroristischen Hintergrundes, sondern wegen kleinerer krimineller Delikte.

+++ 0.09 Uhr: Washington spricht von anscheinendem "Terrorangriff" in Berlin +++

Die US-Regierung vermutet nach der Todesfahrt eines Lastwagens auf einem Berliner Weihnachtsmarkt einen "Terrorangriff". Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Ned Price, sagte am Montag in Washington, die USA verurteilten "auf das Schärfste, was ein Terroranschlag  auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin gewesen zu sein scheint, bei dem Dutzende getötet und verletzt wurden".

kis/anb/fin / DPA / AFP