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Berliner Bankenprozess: Landowsky und elf weitere Banker freigesprochen

Keine große Überraschung in Berlin: Im zweiten großen Prozess um die Berliner Bankenaffäre hat das Landgericht den früheren CDU-Politiker und Ex-Bankmanager Klaus Landowsky vom Vorwurf der Untreue freigesprochen.

Freispruch für Klaus Landowsky. Nach knapp 70 Verhandlungstagen vor dem Berliner Landgericht endete der Prozess gegen den früheren CDU-Politiker Klaus Landowsky und elf weitere ehemalige Bankmanager damit gemäß den Erwartungen.

Die Staatsanwaltschaft, die zuletzt selbst auf Freispruch plädierte, will dennoch in Revision gehen. Sie sieht weiterhin Pflichtverletzungen von Landowsky als früherer Vorstandsvorsitzender der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank AG (Berlin Hyp).

Landowsky musste sich wie seine Mitangeklagten im Zusammenhang mit Immobilienfonds der seinerzeit landeseigenen Berliner Bankgesellschaft verantworten. Den Angeklagten war Untreue vorgeworfen worden. Die von der früheren Bankgesellschaftstochter IBG aufgelegten Fonds sollen dem Bankkonzern Verluste in Millionenhöhe beschert haben. Landowsky hatte stets bestritten, dass dem Land Berlin und dem Steuerzahler Schaden entstanden sei.

Landowsky war in einem ersten Prozess, in dem es um die Kreditvergabe an ein Immobilienunternehmen zweier Parteifreunde ging, im März 2007 wegen Untreue zu 16 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt worden. Das Bundesverfassungsgericht hatte das Urteil jedoch aufgehoben. Der Prozess muss in naher Zukunft vor dem Landgericht wiederholt werden.

jwi/DPA / DPA