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Berliner U-Bahn-Schläger Staatsanwaltschaft fordert 4 Jahre Jugendknast


Das Plädoyer der Staatsanwaltschaft wurde gesprochen. Zwar sieht sie einige strafmildernde Aspekte, die für den Hauptangeklagten Torben P. sprechen, die Brutalität der Tat rechtfertige aber eine mehrjährige Haftstrafe.

Im Berliner Prozess gegen den mutmaßlichen U-Bahn-Schläger Torben P. hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag vier Jahre Jugendstrafe gefordert. Staatsanwältin Katrin Faust hielt dem Schüler vor dem Landgericht Berlin zwar eine "Beeinträchtigung" durch Alkohol zur Tatzeit zugute, wollte aber nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen der "heftigen Einwirkung der Tritte" nicht von einem "minderschweren Fall" ausgehen.

Dem Berliner Schüler wird vorgeworfen, am Karsamstagmorgen einen 31-Jährigen im U-Bahnhof Friedrichstraße brutal zusammengeschlagen und durch Tritte gegen den Kopf schwer verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft legt ihm versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last. Sie wertete die Tatsache, dass Torben P. sich gestellt hatte und vor Gericht geständig war, zugunsten des Angeklagten. Zudem sei er vor der Tat nicht polizeilich auffällig geworden.

Strafverschärfend wertete die Staatsanwaltschaft die Gewalt, mit der er sein Opfer angegriffen habe. Am Nachmittag wollte die Verteidigung ihr Plädoyer halten. Das Urteil wird am 19. September erwartet. Der Fall hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht.

ono/AFP AFP

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