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Berlusconi dementiert Sex-Vorwürfe "33 Frauen sind auch für mich zu viel"


Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi wehrt sich gegen die Vorwürfe der Justiz, er habe Sex mit minderjährigen Prosituierten gehabt und gefördert. Auch wenn er "ein Schlingel" sei, aber 33 Frauen - wie es in der Anklage heißt - wären "selbst für einen 30-Jährigen zu viel".

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Ruby-Affäre als "unfassbar" bezeichnet und will sich im Fernsehen dagegen wehren. "Ich kann einfach nicht glauben, dass die Justiz so barbarisch und so fernab von der Realität genutzt wird", sagte Berlusconi der Zeitung "La Repubblica". "Ich werde bald 75", fügte er hinzu. "Und auch wenn ich ein Schlingel bin - 33 Frauen (...) wären selbst für einen 30-Jährigen zu viel." Er werde ins Fernsehen gehen, dort alles erklären und sich gegen diese "unfassbaren" Vorwürfe wehren.

Orgien im Privatpalast

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag Details der Vorwürfe gegen Berlusconi bekanntgegeben, der sich ab April wegen Prostitution Minderjähriger vor Gericht verantworten muss. Demnach sollen neben der damals noch minderjährigen Marokkanerin namens Ruby insgesamt 32 junge, aber volljährige Frauen an ausschweifenden Abenden in Berlusconis Anwesen in Arcore nahe Mailand teilgenommen haben. Berlusconi selbst sprach in der "Repubblica" von einem "Abendessen mit Musikern und anschließendem Tanz". Den Vorwürfen nach soll er die Frauen aber für Sex bezahlt haben.

seh/AFP AFP

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