Betrugs-Prozess 300 000 Euro Strafe für Strauß


Max Strauß ist wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Geldstrafe von 300 000 Euro verurteilt worden. Seine fortschreitende Erkrankung sei Grund für sein Verhalten, erklärte der Angeklagte.

Max Strauß ist wegen Beihilfe zum Betrug vom Münchner Landgericht zu einer Geldstrafe von 300 000 Euro verurteilt worden. Als Anwalt der Anlageberatungsfirma Wabag soll er über Jahre an der Schädigung von Anlegern in zweistelliger Millionenhöhe beteiligt gewesen sein. Mit dem Strafmaß folgte das Gericht den Anträgen von Anklage und Verteidigung. Zuvor hatte Strauß ein Geständnis abgelegt.

Fortschreitende Erkrankung als Grund für sein Verhalten

Über seinen Anwalt ließ Strauß, der die gesamte Zeit schwieg, erklären, dass der von der Staatsanwaltschaft geschilderte Sachverhalt zutreffe: "Die Schäden, die ich nicht beabsichtigt, aber für möglich gehalten habe, bedauere ich sehr." Als Grund für sein Verhalten nannte Strauß seine fortschreitende Erkrankung. Seine Anwaltszulassung habe er aus diesem Grund auch im Juni vergangenen Jahres zurückgegeben.

Parallel zu dem Wabag-Prozess steht der älteste Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß derzeit wegen Steuerhinterziehung in Augsburg vor Gericht. In dem Münchner Verfahren hat die Staatsanwaltschaft ihre Vorwürfe nach Gesprächen mit der Verteidigung inzwischen auf drei Fälle der Beihilfe zum Betrug reduziert. Mit einem Urteil wird noch am Freitag gerechnet.

DPA DPA

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