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Bewältigung der Selbstanzeigen: Hessen braucht 40 zusätzliche Steuerfahnder

Wegen der Flut von Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Steuerflucht in die Schweiz muss Hessen die Steuerfahndung personell verstärken. Das Wiesbadener Finanzministerium bestätigte am Mittwoch einen Bericht von "Hit Radio FFH", wonach 40 zusätzliche Steuerfahnder eingesetzt würden.

Wegen der Flut von Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Steuerflucht in die Schweiz muss Hessen die Steuerfahndung personell verstärken. Das Wiesbadener Finanzministerium bestätigte am Mittwoch einen Bericht von "Hit Radio FFH", wonach 40 zusätzliche Steuerfahnder eingesetzt würden. Zehn davon sollen eine Zentralstelle für die Bekämpfung der Steuerhinterziehung in Frankfurt am Main aufbauen.

Wie Ministeriumssprecher Michael Scheerer berichtete, haben sich in Hessen bis Mittwoch 1.430 Menschen selbst angezeigt, die ihr Vermögen steuermindernd in der Schweiz deponiert haben. Dazu kämen weitere 131 Fälle, über die Hessen von anderen Bundesländern informiert worden sei.

Die Steuerverwaltung habe dafür gesorgt, dass kein Zeitverzug bei der Bearbeitung der Fälle eintrete, sagte Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU): "Wir haben mit der jetzigen Personalaufstockung in der Steuerfahndung die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass diejenigen, die ihr Vermögen am Fiskus vorbei im Ausland deponieren, mit Konsequenz und Härte verfolgt werden."

APN / APN