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BGH spricht Anwalt frei: Urteil stärkt Recht auf menschenwürdiges Sterben

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Recht auf menschenwürdiges Sterben gestärkt. Der Abbruch lebenserhaltender Behandlungen ist künftig nicht mehr strafbar, wenn ein Patient dies in einer Verfügung festgelegt hat, entschied der BGH am Freitag in Karlruhe in einem Grundsatzurteil.

In einem Prozess um Grundsatzfragen der Sterbehilfe hat der Bundesgerichtshof einen wegen versuchten Totschlags angeklagten Rechtsanwalt freigesprochen. Er hatte seiner Mandantin geraten, den Ernährungsschlauch durchzuschneiden, über den ihre im Wachkoma liegende Mutter versorgt wurde. Sowohl die Verteidigung als auch die Bundesanwaltschaft hatten den Freispruch beantragt.

AFP/DPA / DPA
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