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Bin Ladens jüngste Witwe sagt aus: Terrorchef zeugte seit 9/11 vier Kinder

Ein Jahr nach Osama bin Ladens Tod kommen neue Details über sein Untertauchen ans Licht: Seine jüngste Witwe berichtet der pakistanischen Polizei, dass der Al-Kaida-Chef mit ihr vier Kinder zeugte und mehrmals den Wohnort wechselte.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat der inzwischen getötete Al-Kaida-Chef Osama bin Laden laut den Aussagen seiner jüngsten Frau vier Kinder gezeugt. Das ist einem Bericht der pakistanischen Polizei zu entnehmen. Die Jemenitin Amal Abdulfattah schilderte detailliert, unter welchen Umständen ihre vier Kinder mit bin Laden in den Jahren 2003, 2004, 2006 und 2008 zur Welt kamen. Die Aussagen Abdulfattahs sind eine der genauesten Quellen für das Leben bin Ladens nach den Anschlägen in Washington und New York vom 11. September 2001.

Dem Bericht Abdulfattahs zufolge kam sie im Juli 2000 nach Pakistan und begab sich von dort nach Afghanistan, wo sie mit bin Laden und den anderen Ehefrauen zusammenlebte. Nach den Anschlägen 2001 in den USA floh Abdulfattah in die Metropole Karachi im Süden Pakistans. Mit dem Al-Kaida-Chef kam die Jemenitin ihren Schilderungen zufolge wieder in der pakistanischen Stadt Peschawar nahe der Grenze zu Afghanistan zusammen.

Anschließend verbrachten sie rund zwei Jahre in der Stadt Haripur einige Kilometer nördlich der Hauptstadt Islamabad. In Haripur wurden 2003 ihre Tochter Aasia und 2004 ihr Sohn Ibrahim geboren. Dazu sei sie jeweils nur wenige Stunden im Krankenhaus gewesen. Danach lebte das Paar bis zum Angriff des US-Kommandos in der Garnisonsstadt Abbottabad weiter im Nordosten, wo 2006 die Tochter Zainab und 2008 der Sohn Hussain geboren wurden.

Abdulfattah und zwei weitere Ehefrauen bin Ladens wurden nach dessen Tötung durch ein US-Spezialkommando am 2. Mai 2011 inhaftiert. Der Polizeibericht, der auf den 19. Januar datiert ist, empfiehlt die umgehende Ausweisung Abdulfattahs und ihrer Kinder. Der Prozess gegen die Jemenitin und die beiden saudi-arabischen Frauen bin Ladens wegen illegaler Einwanderung nach Pakistan steht aber noch aus.

fro/AFP / AFP