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Bluttat wegen Wohnung: Ein Mordmotiv, das unfassbar ist

Aufklärung eines brutalen Mordes in München: Ein 19-Jähriger hat zugegeben, eine Frau vor ihrer Wohnung erstochen zu haben. Sein Motiv lässt selbst erfahrene Ermittler ratlos zurück.

Von Malte Arnsperger, München

Wieso???Warum???", heißt es in der Traueranzeige für Katrin Michalk. "Welcher gnadenlose Mensch ist zu so einer unfassbaren und brutalen Gewalttat und Verbrechen fähig??", fragen darin die Angehörigen der 31-Jährigen, die am 4. Januar vor ihrer Wohnung in München erstochen wurde. Nun kennen sie die Antwort. Die wirft aber mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Der mutmaßliche Mörder ist ein zur Tatzeit 18-Jähriger, der Katrin Michalk überhaupt nicht kannte. Er hat die Frau nach eigenen Angaben nur deshalb getötet, weil er in ihrer Wohnung wohnen wollte. "Von so einem Motiv für einen Mord habe ich in meiner Berufslaufbahn noch nie gehört", sagt Thomas Steinkraus-Koch. Zusammen mit den Münchner Mordermittlern versuchte der Oberstaatsanwalt auf einer Pressekonferenz nun zu erklären, was eigentlich nicht zu erklären ist.

Das Jahr 2012 endet geruhsam für Katrin Michalk. Die Verlagsangestellte besucht ihre Familie daheim im sächsischen Bautzen, verbringt dort die Weihnachtsfeiertage. Dann fährt sie zurück nach München, wo sie seit mehreren Jahren wohnt. Sie muss wieder arbeiten. Am 4. Januar macht die Controllerin gegen 18 Uhr Feierabend und geht mit ihrer grünen Sportasche in ein nahegelegenes Fitnessstudio im Osten Münchens. Gegen 20.15 Uhr macht sie sich per S- und U-Bahn auf den Heimweg. Rund 45 Minuten später steht sie vor dem Haus im Südwesten der Stadt. Sie kommt aber nur bis in den Hausflur, dort wird sie attackiert. Ihre Nachbarn werden später berichten, sie hätten laute Stimmen gehört. "Ich dachte, es wäre ein Beziehungsstreit", sagte eine Anwohnerin im Gespräch mit der "Abendzeitung".

Erst als es nach einigen Minuten wieder ruhig ist, trauen sich einige Bewohner des Hauses, ihre Wohnungstüren zu öffnen. Sie finden die blutüberströmte Katrin Michalk auf dem Boden. "Ich bin Karin M. Ich verblute. Holen Sie Hilfe" und: "Es wird dunkel", sollen ihre letzten Wort gewesen sein, erzählten Nachbarn der "Abendzeitung". Der Notarzt kann nichts mehr für die Frau tun, einer der insgesamt 18 Stiche hat das Herz getroffen. Die Wucht der Messerstiche war so heftig, dass die Klinge abgebrochen war.

Entscheidend: Spur Nummer 13

Der brutale Mord ohne ein schnell greifbares Motiv hatte bei der Bevölkerung Angst ausgelöst und den Ermittlern viel abverlangt. Rund 30 Beamte arbeiteten in der "Soko Aidenbichl", benannt nach dem U-Bahnhof, an dem Katrin Michalk ausgestiegen war. Die Soko teilte die blutverschmierte Jacke der Frau visuell in 1500 Stücke, um Spuren zu sichern und überprüfte dann über 200 Personen aus dem Umfeld der Ermordeten. Nun scheint klar: Spur Nummer 13 war die richtige und der entscheidende Tipp war schon am 7. Januar gekommen.

Markus Kraus ist der Herr der Spuren. Er ist Chef der Münchner Mordkommission, bei ihm liefen auch die Fäden der "Soko Aidenbichl" zusammen. Der 40-Jährige mit dem markanten Rund-um-den-Mund-Bart blickt an diesem Tag in die Gesichter von rund 30 Journalisten und spricht in mehrere laufende Kameras. Das Interesse an dem Fall ist riesig. Ruhig und routiniert fasst Kraus den Ermittlungsstand zusammen.

19-Jähriger äußerte Gewaltfantasien

Es war demnach ein Beamter des Kommissariats 29, der sich am 7. Januar an die Soko gewandt hatte. Es gebe da einen jungen Mann, der nicht weit von Katrin Michalk entfernt wohne und der vor wenigen Monaten wegen Gewaltfantasien aufgefallen war, meldet der Polizist. Die Mordermittler erfahren weiter, dass der nun festgenommene 19-Jährige im Herbst 2012 als Zeuge in einer anderen Straftat befragt worden war. Damals hörten die Beamten auch, dass der junge Mann vor Freunden damit geprahlt habe, einen Überfall zu planen, und sich dafür eine Schusswaffe besorgen wolle. Die Polizei nahm die Drohungen ernst und stufte den Schüler im Herbst als sogenannten "Gefährder" ein. Sie wandten sich an dessen Mutter und durchsuchten die Wohnung der Frau, in der sie mit ihrem Sohn lebt. Waffen fanden die Polizisten nicht, schalteten aber auch das Jugendamt ein. "Es hat damals Hilfsangebote an den jungen Mann und seine Familie gegeben, aber die wurden wohl nicht angenommen", sagt jetzt Mordermittler Markus Kraus. Und dann erhebt er zum einzigen Mal bei dieser Pressekonferenz die Stimme: "Die Beamten haben damals alles getan, was möglich war."

Die Polizisten, die sich damals um den jungen Mann kümmerten, scheint also nach heutigem Wissenstand keine Schuld zu treffen. Doch nun ist klar, dass die Bemühungen im Herbst 2012 nicht ausreichten. Denn es war ganz offensichtlich genau dieser Schüler, der Katrin Michalk ermordete.

Karin Michalk ein "Zufallsopfer"

Doch damit ist der Fall für die Polizei bei weitem noch nicht geklärt. Denn der Verdächtige präsentiert den Ermittlern ein abenteuerliches Motiv. "Er hat erzählt, dass er an diesem Tag auf die Straße gegangen ist und sich vorgestellt hat, dass er jetzt jemanden tötet und dann in dessen Wohnung gelangen und dort leben kann", sagt Markus Kraus. Es sei dem jungen Mann dabei gar nicht konkret um die Wohnung von Katrin Michalk gegangen: "Die Frau war ein reines Zufallsopfer." Die Staatsanwaltschaft reagiert sofort und zieht einen psychiatrischen Sachverständigen hinzu. "Die Untersuchung hat ergeben, dass vermutlich bei dem jungen Mann eine psychiatrische Krankheit vorliegt", sagt Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. "Wir haben deshalb die psychiatrische Unterbringung für ihn beantragt und nicht U-Haft."

Viele Fragen sind noch offen. In Katrin Michalk Traueranzeige heißt es: "Wir stehen fassungslos und verzweifelt vor dieser Tragödie ..."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.