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Doppelanschlag in Nigeria: Boko-Haram-Attentäterinnen töten mehr als 45 Menschen

Ein erneuter Anschlag, bei mehr als 45 Menschen starben, erschüttert Nigeria. Mutmaßlich hat ihn die islamistische Rebellengruppe Boko Haram verübt, die immer mehr Städte erobert.

Ein Video des Senders TVC News zeigt, wie Anwohner den Zugang zum Markplatz, auf dem am Dienstag mehr als 45 Menschen bei einem Anschlag starben

Ein Video des Senders TVC News zeigt, wie Anwohner den Zugang zum Markplatz, auf dem am Dienstag mehr als 45 Menschen bei einem Anschlag starben

Bei einem Doppelanschlag in der Boko-Haram-Hochburg Maiduguri im Nordosten Nigerias sind mehr als 45 Menschen getötet worden. Zwei Attentäterinnen hätten sich am Dienstagmittag in kurzem Abstand auf einem Markt der Stadt in die Luft gesprengt, sagte ein hoher Vertreter der Sicherheitskräfte in der Hauptstadt des Bundesstaats Borno.

Ein Vertreter der Rettungskräfte sagte, er habe 45 Leichen gezählt. "Es handelt sich um Selbstmordattentate von zwei Frauen", sagte der Vertreter der Sicherheitskräfte. Die erste Attentäterin habe sich nahe einer Rickscha voller Waren in die Luft gesprengt. Zehn Minuten später habe eine Frau, die um die 19 Jahre alt gewesen sei und ein Baby auf dem Rücken zu tragen schien, eine zweite Bombe gezündet. Andere Augenzeugen bestätigten die Darstellung.

"Die Frau hatte die Sprengsätze um ihren Rücken gewickelt, als ob sie ein Baby tragen würde, dann näherte sie sich dem Ort der ersten Explosion", sagte der Händler Abubakar Bello. "Ich denke, es war ein gezielter Plan, um möglichst viel Leid über nichtsahnende Menschen zu bringen, da die zweite Explosion losging, nachdem sich viele Menschen am Ort der ersten versammelt hatten." Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.

Das Gebiet um Maiduguri zählt aber zu den Hochburgen von Boko Haram. Die islamistische Rebellengruppe kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Staat. Bei Angriffen auf Armee, Behörden, Schulen und Kirchen tötete die sektenartige Gruppierung seit 2009 mehr als zehntausend Menschen. Erst am Sonntag wurden bei einem Angriff der Extremisten auf Fischverkäufer am Tschadsee 48 Menschen getötet.

Die Regierung bekommt die Lage trotz des massiven Einsatzes der Armee nicht in den Griff. Zwar verdrängte sie die Boko-Haram-Kämpfer weitgehend aus Maiduguri, wo die Gruppe vor mehr als zehn Jahren ihren Ursprung nahm, doch wich die Gruppe daraufhin in die ländlichen Gebiete aus. Seitdem die Armee im Mai 2013 den Ausnahmezustand in Borno und zwei benachbarten Bundesstaaten ausgerufen hat, hat die Gewalt deutlich zugenommen.

Strategiewechsel der Islamisten

Die Extremisten übernahmen derweil am Dienstag eine weitere Stadt im äußersten Norden von Borno. Der Senator Maina Ma'aji Lawan sagte, hunderte Menschen seien aus der Stadt Damasak geflohen, nachdem die Rebellen am Montag einen Markt angegriffen hätten. Es gebe keinen einzigen Mann mehr in der Stadt, da alle Soldaten und Männer geflohen seien. Angaben zu Opfern des Angriffs auf die Stadt an der Grenze zum Niger lagen nicht vor.

Die Eroberung ganzer Städte durch Boko Haram stellt einen Strategiewechsel gegenüber ihrem bisherigen Vorgehen dar, als die Extremisten eher punktuelle Anschläge und Angriffe ausführten. Die Übernahme mehrere Städte weckte Befürchtungen, dass die Regierung komplett die Kontrolle über die Region verlieren könnte. Der Einsatz von Selbstmordattentäterinnen ist nicht neu für Boko Haram. Allein im Juli gab es vier derartige Angriffe in der Stadt Kano.

haw/AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.