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Bombendrohung in Berlin-Schönefeld Polizei durchsucht russisches Linienflugzeug


Um 9:50 Uhr sollte die Aeroflot-Maschine von Berlin nach Moskau starten. Doch eine halbe Stunde vor Abflug riefen Unbekannte bei der Berliner Polizei an. Im Flieger soll sich eine Bombe befinden.

Nach einer Bombendrohung wird zur Stunde auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld eine Maschine der russischen Gesellschaft Aeroflot mit Spürhunden nach Sprengstoff durchsucht. "Wir nehmen die Bedrohung ernst", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zuvor wurde die Maschine mit der Flugnummer SU 112 am Montagvormittag geräumt. Rund 140 Passagiere mussten das Flugzeug verlassen. Unter ihnen waren auch 45 Vietnamesen, die aus Berlin über Moskau in ihr Heimatland abgeschoben werden sollten. Gegen die Abschiebung hatte es in den vergangenen Tagen Proteste gegeben.

Die Passagiere wurden in die Flughafenhalle gebracht und nochmals kontrolliert. Die Aeroflot-Maschine war nach der Drohung auf eine Sicherheitsposition gebracht worden. Es gebe keine Beeinträchtigungen im Luftverkehr, sagte der Sprecher. Der Flughafen blieb offen.

Auch das Gepäck sei wieder ausgeladen worden und sollte nochmals gecheckt worden. Der Linienflug sollte ursprünglich um 09.50 Uhr starten. Vor dem Flughafen waren zwölf Mannschaftswagen der Polizei aufgefahren.

Bei der Nachrichtenagentur dpa und laut Polizei auch bei anderen Medien war zuvor ein Schreiben eingegangen, in dem ein "Kommando Abu al-Walid al Ramedi" ankündigte, dass ein Sprengsatz an Bord der Maschine sei. Damit sollte laut dem Schreiben an den "Kampf... des tschetschenischen Volkes" erinnert werden. Das Fax sei gegen 09.20 Uhr mit einem Telefonanruf bei der Berliner Polizei angekündigt worden, hieß es. Nähere Angaben zum Anrufer wurden nicht gemacht.

DPA DPA

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