HOME

Bombenexplosionen: Fast 70 Menschen sterben bei Anschlägen im Irak

Im Irak sterben an manchen Tagen genauso viele Menschen wie in Syrien. Doch anders als in den Staaten des Arabischen Frühlings, fehlt im Irak die Hoffnung auf einen Neuanfang.

Seit dem Abzug der letzten US-Soldaten aus dem Irak explodieren dort mit trauriger Regelmäßigkeit Bomben. Bei Sprengstoffanschlägen in sieben Provinzen sind am Donnerstag mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten wurden von Autobomben zerfetzt. Die irakische Nachrichtenagentur Sumeria News berichtete von 417 Verletzten. Unter den Opfern sind viele Polizisten und Soldaten.

Die irakischen Regierungsparteien nutzen die brutale Gewalt für Schuldzuweisungen, anstatt sich im Angesicht des Terrors zusammenzuraufen. Die Parteien der Schiiten und Sunniten liegen seit dem Abzug der US-Armee Ende 2011 im Dauerclinch.

Besonders hart traf es am Donnerstagmorgen die Hauptstadt Bagdad, wo allein 33 Menschen sterben. Nach Angaben der Sicherheitskräfte wäre es sogar noch schlimmer gekommen, wenn die Polizei nicht in Tadschi am nördlichen Stadtrand von Bagdad eine weitere Autobombe rechtzeitig entdeckt und entschärft hätte.

Feuergefecht in Anbar-Provinz

Weitere Explosionen gab es in der Provinz Babylon südlich von Bagdad, in der westlichen Anbar-Provinz sowie in Salaheddin, Dijala, Kirkuk und Ninive im Norden. Unbehelligt blieben nur die südlichen Provinzen, in denen inzwischen fast nur noch Schiiten leben.

In der Anbar-Provinz kam es am Nachmittag zu einem Feuergefecht, als Unbekannte eine Straßensperre der Armee angriffen. Im Kugelhagel starben nach Angaben der Polizei ein Soldat und drei Passanten.

Eine Bombe explodierte am Donnerstag nach Angaben der Sicherheitskräfte während des Berufsverkehrs im Stadtteil Karrade. In dem Viertel leben vor allem Muslime schiitischer Glaubensrichtung sowie einige der wenigen Christen, die noch nicht vor dem Terror von al Kaida und den Drohungen schiitischer Milizen geflohen sind.

Terroristen haben "grünes Licht für ihre Anschläge erhalten"

"Die volle Verantwortung für den Schutz der Bürger und für die Beendigung des Blutvergießens tragen die Regierung und der Befehlshaber der Streitkräfte, (Ministerpräsident) Nuri al Maliki", erklärt die Sprecherin der Irakischen Allianz, Majsun al-Damludschi.

"Durch die jüngsten Äußerungen von Vizepräsident Tarik al Haschimi, der die Fähigkeiten und die Redlichkeit der irakischen Justiz infrage gestellt hatte, haben die Terrorristen grünes Licht für ihre Anschläge erhalten", sagt der Parlamentarier Ali al-Schalaa, der zu al Malikis Fraktion gehört.

Der Sunnit al Haschimi gehört der Irakischen Allianz an. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl wegen angeblicher Terroraktivitäten vor. Al Maliki behauptet zwar, die Justiz sei völlig unabhängig. Doch al Haschimi, der sich ins kurdische Autonomiegebiet im Nordirak abgesetzt hat, spricht von einem "politischen Verfahren", hinter dem er Al-Maliki vermutet.

Von Anne-Beatrice Clasmann, dpa / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.