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Bombenleger von Viernheim: Geständnis beim Prozessauftakt

Ein 45-Jähriger hat vor dem Landgericht Darmstadt gestanden, im vergangenen August Sprengsätze gegen zwei Privathäuser geworfen zu haben.

Ein 45-Jähriger hat vor dem Landgericht Darmstadt gestanden, im vergangenen August Sprengsätze gegen zwei Privathäuser geworfen zu haben. Der als "Bombenleger von Viernheim" bekanntgewordene Mann gab zum Prozessauftakt am Dienstag zu, die Häuser im südhessischen Viernheim sowie in Weinheim in Baden- Württemberg angegriffen zu haben. Eine Familie war im Urlaub, die andere konnte sich in Sicherheit bringen. Der Handwerker hatte sich anschließend in seiner Wohnung in Viernheim verschanzt und einen fast 28 Stunden dauernden Nervenkrieg mit der Polizei begonnen. Erst dann gab er auf. Motiv der Anschläge sollen nicht vollständig bezahlte Rechnungen gewesen sein.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?