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Bonner Millionärs-Ehepaar: Nach 20 Jahren neue Spur im "Mordfall ohne Leichen"

Vor 20 Jahren verschwand ein Bonner Millionärs-Ehepaar spurlos. Ihr Sohn und ein Freund galten lange als Verdächtige. Doch die Leichen wurden nie gefunden. Nun gibt es offenbar neue Hinweise.

Zwanzig Jahre nach dem spurlosen Verschwinden eines Bonner Millionärs-Ehepaars hat die Staatsanwaltschaft Bonn ihre Ermittlungen gegen den Sohn und dessen Freund wieder aufgenommen. Wie der "Express" berichtet, habe es neue Hinweise in dem Fall gegeben, der als "Mord ohne Leichen" Schlagzeilen machte.

"Im Zusammenhang mit anderen Indizien führte dies jetzt zu einer Bejahung des erneuten Anfangsverdachts gegen den Sohn der Eheleute und dessen Freund", erklärte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender der Zeitung.

Keine Spur von den Leichen

Staatsanwaltschaft und Polizei hatten nach dem spurlosen Verschwinden des Ehepaares am 13. Juli 1994 mehr als fünf Jahre lang gegen den Sohn und seinen damaligen Kumpel ermittelt. In den Medien war der Fall als "Mord ohne Leichen" bekannt geworden.

Der Sohn konnte nach langem juristischem Tauziehen Ende 2005 über das Vermögen verfügen. Er erbte laut "Express" unter anderem eine Villa und ein Millionenvermögen. Zuvor war die Hinterlassenschaft von einem sogenannten Abwesenheitspfleger verwaltet worden.

Wie der "Express" weiter berichtete, hat die Staatsanwaltschaft Ende Juni auf der Suche nach den Leichen der beiden Vermissten ein Grundstück in Meckenheim bei Bonn umgegraben. Gefunden worden sei aber nichts. Der Fall war erst Ende Juni bei "Aktenzeichen XY" gelaufen.

kis/DPA / DPA
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