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Prozess gegen "Boston-Bomber": Für Dschochar Zarnajew geht es um Leben und Tod

Seit 1947 ist die Todesstrafe in Massachusetts abgeschafft. Doch für den "Boston Bomber" würden viele am liebsten eine Ausnahme machen. Die Schuld des Angeklagten scheint für sie schon festzustehen.

Der Angeklagte Dschochar Zarnajew auf einer Zeichnung aus dem Gerichtssaal in Boston

Der Angeklagte Dschochar Zarnajew auf einer Zeichnung aus dem Gerichtssaal in Boston

Dschochar Zarnajew, der Angeklagte, sitzt scheinbar entspannt auf seinem Stuhl. Weiße Hose, dunkler Pullover, die Lockenpracht hat der junge Mann behalten. Seit dem Terroranschlag auf den Boston Marathon vor zwei Jahren hat er sich allerdings ums Kinn herum einen Bart wachsen lassen, was den 21-Jährigen nicht mehr ganz so jungenhaft und fotogen erscheinen lässt wie nach seiner Festnahme. Ruhig und seltsam unbeteiligt wirkt der Angeklagte an diesem Montagmorgen - dabei geht es für ihn buchstäblich um Leben oder Tod.

Es ist ein eigenartig unspektakulärer Auftakt eines spektakulären Prozesses. Drei Tote und über 260 Verletzte hat es bei dem mit zwei selbstgebauten Bomben verübten Massaker am 15. April 2013 gegeben - der schwerste Terroranschlag in den USA seit dem 11. September 2001. Bereits zum Auftakt wird klar, dass dies ein ganz besonderes Verfahren ist: Sage und schreibe 1200 Juryanwärter sind aufgerufen - so viel wie noch nie in der Justizgeschichte von Massachusetts.

Ist ein unabhängiger Prozess möglich?

Doch an diesem Montag - und in den nächsten Tagen – müssen die Juryanwärter erst einmal Fragebögen ausfüllen. Es heißt, so solle ausdrücklich geklärt werden, ob sie auch bereit seien, die Todesstrafe zu verhängen. "Dieser Prozess unterscheidet sich von vielen anderen Prozessen", betont auch der Richter George O'Toole.

Um ihre Unabhängigkeit zu wahren, so der Richter, sollen sie über den Prozess keine Zeitungen lesen, keine Nachrichten schauen, keine Webseiten anschauen. "Blättern sie die Seite um, wechseln sie den Sender." Plötzlich wird der Richter ganz ernst: "Das ist eine Anordnung des Gerichts." Geradezu eine Todsünde wäre es, aktiv übers Internet mehr über den Prozess zu erfahren. "Also, nicht googeln!" Fast mutet es an, als sollten die Geschworenen in eine Art Konklave geschickt werden.

Auch ansonsten gibt es Besonderheiten: "Für viele scheinen die Beweise gegen ihn überwältigend", meint selbst die "New York Times", die sich ansonsten mit derartigen (Vor)Urteilen vor Prozessbeginn geflissentlich zurückhält.

Genau dort will die Verteidigerin Judy Clark ansetzen: Seit Monaten wettert das Verteidigerteam, in Boston sei kein unabhängiger Prozess möglich, der Schrecken über das Massaker sitze zu tief. Unabhängige Rechtsexperten stimmen dem zu - bei anderen Terrorprozessen in den USA gab es Verlegungen. Doch Richter O'Toole hat alle Anträge auf Verlegung abgeschmettert.

Die letzte Hinrichtung gab es 1947

Die Frage, die sich in Boston stellt, heißt denn offenbar nicht so sehr schuldig oder nichtschuldig, sondern stattdessen: Todesstrafe oder lebenslange Haft ohne Chance auf vorzeitige Haftentlassung? Das Vertrackte: Das liberale Massachusetts hat die Todesstrafe schon vor längerem abgeschafft, die letzte Hinrichtung in dem Bundesstaat gab es gar 1947.

Doch bei dem Verfahren handelt es sich um eine Bundesangelegenheit. "Die Vereinigten Staaten von Amerika gegen Dschochar Zarnajew", steht auf der Anklageschrift. Zwar ist die Todesstrafe auch bei Bundesverfahren extrem selten - doch Justizminister Eric Holder hat sich bereits vor Monaten weit aus dem Fenster gelegt und die Todesstrafe ausdrücklich autorisiert. Auch das ist alles andere als üblich.

Es steht schlecht um Dschochar Zarnajew, schon kursieren Gerüchte, die Verteidigung habe sich bereits mit einem Schuldspruch abgefunden. Ihr gehe es nur noch darum, ihrem Mandaten das Todesurteil zu ersparen.

Beliebter Kumpel in Ringerteam

Sie setzte ganz darauf, den Angeklagten als Opfer einer Manipulation durch seinen älteren Bruder Tamerlan darzustellen. Der Ältere habe sei sich zum radikalen Islamisten verwandelt und den jüngeren Bruder regelrecht angestiftet. Dabei sei Dschochar gut integriert gewesen in den USA, habe sich seit seiner Ankunft in den USA vor mehr als zehn Jahren an das Leben gewöhnt, sei auf ein gute High-School gegangen, sei ein beliebter Kumpel in Ringerteam der Schule gewesen.

Ob der Prozess die mutmaßliche Radikalisierung des Bruders und dessen mutmaßliche Manipulation aufzeigen kann, ist mehr als fraglich. Tamerlan kann nämlich nicht vor Gericht erscheinen: Er war bei einem Schusswechsel mit der Polizei nach dem Anschlag ums Leben gekommen.

Peer Meinert, DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(