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Medienberichte: Zwei Männer in Brandenburg getötet – war es ein Auftragsmord?

Nach dem Fund von zwei toten Männern halten sich die Behörden bedeckt. Medienberichten zufolge könnte es sich um einen Auftragsmord mit möglichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität gehandelt haben.

Zwei Männer in Brandenburg getötet – war es ein Auftragsmord?

Brandenburg, Forst: Eine Kriminaltechnikerin im Schutzanzug geht über ein Grundstück. Zwei Männerleichen sind in einer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt entdeckt worden. 

DPA

Hinter dem Fall der zwei Toten im brandenburgischen Forst, die am Montag in einer Wohnung aufgefunden worden, steckt womöglich ein Auftragsmord aus dem Bereich der organisierten Kriminalität. Das berichtete die "Märkische Allgemeine Zeitung" (MAZ) am Dienstag. Bei den Toten habe es sich um serbische Staatsbürger gehandelt, die auf einer "Todesliste" gestanden hätten und durch "platzierte Schüsse" getötet worden sein. 

Das Polizeipräsidium Brandenburg wollte auf Nachfrage des stern keine Auskunft geben, die Pressehoheit liege bei der Staatsanwaltschaft in Cottbus. Diese war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Vorfall in Brandenburg: Behörden halten sich bedeckt

Die "MAZ" berichtete von möglichen Verbindungen zur Organisierten Kriminalität. In einem Waldstück bei Forst seien auch Schusswaffen gefunden worden. Darüber hinaus sei einer der beiden Toten ein Informant des Bundeskriminalamts (BKA) gewesen. Das BKA bestritt gegenüber der "Lausitzer Rundschau", in den Fall involviert zu sein.

Unter Berufung auf "mehrere Quellen aus dem Sicherheitsbereich" hieß es zudem, ein dritter Serbe sei schwer verletzt entkommen und habe sich bei den Behörden gemeldet, so die "MAZ". Ähnliches berichtete die "Lausitzer Rundschau": Nach Informationen der Zeitung soll ein dritter Mann am Montag mit einem Hubschrauber schwer verletzt in ein Krankenhaus geflogen worden sein.

Wie der RBB unter Berufung auf die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, handle es sich bei dem Fall um einen "Krieg" zwischen zwei bekannten Mafiaclans. Montenegrische Medien hätten dies unter Berufung auf inoffizielle Polizeiquellen verbreitet.

Die Behörden halten sich mit Informationen zu dem Fall bedeckt, machten bisher keine Angaben zur Identität der Opfer oder zur Todesursache. Die Ermittler gehen derzeit von einem Gewaltverbrechen aus, wie es in einer Pressemitteilung vom Montag hieß. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes sowie die Hintergründe der Tat führe die Kriminalpolizei. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne man gegenwärtig keine weiteren Informationen veröffentlichen, hieß es weiter.

Quellen: "Märkische Allgemeine Zeitung", "Lausitzer Rundschau", RBB 24, Polizeimeldung, mit Material der Nachrichtenagenturen DPA und AFP

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fs / tkr