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Brandstiftung in Berlin: Insgesamt 18 Autos beschädigt

Erneut haben Unbekannte in Berlin Autos in Brand gesteckt. Die Polizei bittet bei den Ermittlungen um Mithilfe der Bürger. Eine politischer Hintergrund der Taten kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Serie von Brandstiftungen an Autos in Berlin reißt nicht ab. Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag in Berlin-Charlottenburg insgesamt elf Fahrzeuge in Brand gesetzt. Zudem wurden weitere sieben Autos, ein Motorroller und ein Fahrrad von den Flammen beschädigt. Verletzt wurde niemand. Bei den angezündeten Autos handelt es sich nach Angaben der Polizei überwiegend um hochwertige Marken. Da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

In der Nacht zum 12. Juli hatte es in Charlottenburg eine ähnliche Serie von sechs Brandstiftungen gegeben. Bis Anfang August (4.8.) hatten die Behörden seit Jahresbeginn 80 Anschläge mit politischem Hintergrund auf Autos in Berlin registriert.

Die Berliner Vertretung der Deutschen Polizeigewerkschaft forderte angesichts der Vorfälle höhere Belohnungen für Hinweise von Zeugen. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, sagte am Dienstagmorgen im RTL-Radio 104,6, die Polizei sei bei der Fahndung nach den Tätern auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. Das Anzünden geschehe in Sekundenbruchteilen und die Polizei könne nicht jede Straße rund um die Uhr überwachen.

hw/DPA / DPA