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Brandstiftungs-Serie: Feuerteufel in Hamburg

Feuerteufel treiben in Hamburg ihr Unwesen. Binnen eines Tages legten Unbekannte insgesamt fast ein Dutzend Brände in der Hansestadt. Zwei Verdächtige gerieten schnell wieder frei - noch während der Verhöre brannte es erneut.

Eine Serie von Brandstiftungen hat Feuerwehr und Polizei in Hamburg in Atem gehalten. In mehreren Stadtteilen mussten die Einsatzkräfte zu Bränden ausrücken. Zwei Verdächtige wurden von der Polizei wieder entlassen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagabend berichtete.

Während die Polizei die beiden Tatverdächtigen am Mittag vernommen hatte, war in der Innenstadt erneut ein Feuer gelegt worden. Begonnen hatte die Serie offenbar am Mittwochnachmittag im Stadtteil Billstedt. Dort musste die Feuerwehr um binnen drei Stunden dreimal ausrücken. Knapp eine Stunde später brannte es dann am frühen Abend erstmals in der Innenstadt: "Die Fahrt wäre mit der U-Bahn problemlos zu schaffen", sagte der Polizeisprecher.

Hotel geräumt

Im City-Stadtteil St. Georg wurden am Abend schließlich in zwei Hotels Feuer gelegt. Eines ließen die Einsatzkräfte wegen starker Rauchentwicklung vollständig räumen. Die Hotelgäste wurden teilweise über Drehleitern in Freie gebracht. Verletzte gab es nicht.

Am Donnerstag wurde die Feuerwehr im Stadtteil Hammerbrook dann zu Bränden in einer Diskothek, in zwei Bürohäusern und in einem Supermarkt gerufen. In diesem gelang es der Polizei, zwei Männer festzunehmen.

Während diese im Polizeihochhaus vernommen wurden, schlug jedoch kurz nach Mittag wenige Meter von dem Supermarkt entfernt in einem Bürogebäude erneut ein Brandstifter zu. Mehrere Angestellte flüchteten in den oberen Stockwerken vor dem Qualm auf die Fenstersimse. Sie mussten teilweise von der Feuerwehr über Drehleitern gerettet werden. Bis zum Abend blieb es dann ruhig.