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Großbritannien Braut verkauft für ihre Flitterwochen Drogen und verdient 70.000 Euro – doch die Hochzeit fällt aus

Frau wird von Polizisten verhaftet
Anstatt die Flitterwochen zu genießen, wurde eine angehende Braut zu vier Jahren Haft verurteilt. Sie wurde wegen Drogenhandels festgenommen. (Symbolbild)
© filo / Getty Images
Eine zukünftig Braut wollte möglichst schnell Geld für ihre Flitterwochen zusammenbekommen – und versuchte sich als Drogenhändlerin. Nun sitzt sie im Gefängnis, muss aber nur 300 Euro zurückzahlen.

Eine Sache ist bei Hochzeiten garantiert: Sie sind teuer. Kommen dann noch Flitterwochen am Traumstrand dazu, kann das schnell ins Geld gehen. Eine britische Frau wollte sich das Sparen auf den glücklichsten Tag ihres Lebens vereinfachen. Innerhalb kürzester Zeit verdiente sie 60.000 Pfund (knapp 70.000 Euro) – mit illegalem Drogenhandel. Von dem Geld ist allerdings nicht mehr viel übrig. Die angeklagte Terrie R. konnte vor Gericht nur noch rund 300 Pfund (350 Euro) vorweisen, wie die "Manchester Evening News" berichten. 

Die Braut wurde observiert

Polizeibeamte hatten die 29-Jährige bei dem Versuch, Drogen die Toilette herunterzuspülen, verhaftet. Vor Gericht wurde R. zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Den Gewinn aus den Drogengeschäften sollte sie zurückzahlen. Nun wurde verhandelt, wie hoch der zu zahlende Betrag sein sollte – und der Prozess endete überraschend.

Das Gericht hatte den Gesamtverdienst auf 60.000 Pfund geschätzt. Doch final nachweisen konnte man ihr diesen Betrag nicht. Der zuständige Staatsanwalt Frank Dillon sprach davon, dass Teile des Geldes aus "unerklärlichen Banküberweisungen" stammen und Großteile des Geldes auch überhaupt nicht mehr existent seien. Warum? Das bleibt für ihn ein Rätsel. Am Tatort beschlagnahmte die Polizei lediglich Mobiltelefone und Bargeld im Wert von 300 Pfund.

Verteidigerin: "Extrem traurige Situation"

Die angeklagte R. wurde daher angewiesen, ausschließlich diesen niedrigen Geldbetrag in den nächsten drei Monaten zurückzuzahlen oder weitere zwei Wochen im Gefängnis zu verbringen.

Sarah Griffin, die Verteidigerin, sagte: "Dies ist eine extrem traurige Situation. Sie versuchte einfach, Geld für ihre Flitterwochen zu beschaffen und griff auf den Drogenhandel zurück, was ihrer Meinung nach ein einfacher Weg war, um dieses Geld aufzubringen."

Dass der zu bezahlende Betrag relativ niedrig ausfällt, ist allerdings nur ein schwacher Trost für die Frau – ihre Flitterwochen sind nämlich ebenso ausgefallen wie ihre Hochzeit. Und an der vierjährigen Haftstrafe änderte die Entscheidung nichts.

Quelle:"Manchester Evening News" 

fis

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