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Breivik Isolationshaft um mindestens vier Wochen verlängert


Tisch, Bett, Klo - die Zelle ist übersichtlich eingerichtet. Der einzige Kontakt zur Außenwelt ist der Verteidiger. Bei einer früheren Verhandlung beschrieb Breivik die Haftbedingungen als "Folter". Eine Richterin hat die Isolationshaft jetzt erneut verlängert. Die Begründung gibt Anlass zu Spekulationen.

Ein Gericht in Oslo hat die Untersuchungshaft für den geständigen norwegischen Doppelattentäter Anders Behring Breivik um weitere zwei Monate verlängert. Mindestens vier Wochen müsse er zudem weiter in Isolationshaft verbringen, sagte Richterin Anne Margrethe Lund am Montag nach einer Anhörung. Zur Begründung gab sie an, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass Behring Breivik "über andere Gefangene Kontakt zu möglichen Komplizen" aufnehme.

Behring Breivik hatte am 22. Juli auf der norwegischen Insel Utøya das Feuer auf Teilnehmer eines Jugendlagers der regierenden Arbeiterpartei eröffnet und 69 Menschen getötet. Zuvor hatte der 32-jährige Rechtsextremist einen Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo verübt, bei dem acht Menschen starben.

In der Anhörung beklagte sich Behring Breivik nach Angaben seines Anwalts Geir Lippestad über die Isolationshaft. Einer der insgesamt 154 Opferanwälte sagte, der Angeklagte sei in Anzug und Krawatte im Anhörungssaal erschienen und habe sich dort ruhig verhalten.

ono/AFP AFP

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