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Brunner in Bronze Ein Denkmal für Zivilcourage

Auf den Tag genau vor einem Jahr bewies Dominik Brunner Zivilcourage - und bezahlte dies mit seinem Leben. Wenige Tage nach der Verurteilung der Haupttäter, setzt sein Heimatort Ergoldsbach nun ein Zeichen für Zivilcourage: Mit einer zwei Meter großen Bronze-Skulptur.

Ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Dominik Brunner setzt seine niederbayerische Heimatgemeinde dem Manager ein Denkmal. Dafür wird am Sonntag in Ergoldsbach das "Dominik-Brunner-Haus", eine Kinderkrippe mit Integrationsgruppenprogramm und Schülerhort, eingeweiht und eine rund zwei Meter große Bronze-Skulptur enthüllt. In München soll am Nachmittag am Tatort am S-Bahnhof Solln ein Kreuz aufgestellt werden. Der evangelische Pfarrer Christian Wendebourg und der katholische Dekan Andreas Weiger aus Solln wollen in einer ökumenischen Andacht des Toten gedenken.

Brunner war am 12. September 2009 am Münchner S-Bahnhof Solln zusammengeschlagen und getreten worden, nachdem er eine Gruppe Schüler beschützen wollte. Der Haupttäter Markus S. (19) wurde am vergangenen Montag in München zu neun Jahren und zehn Monaten Jugendstrafe wegen Mordes verurteilt. Der zweite Täter Sebastian L. (18) bekam sieben Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge.

DPA DPA

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