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Buback-Mord: RAF-Tatmotorrad in Böblinger Garage?

Das Motorrad, das beim Mord an Siegfried Buback verwendet wurde, soll wieder aufgetaucht sein. Die Maschine war nach Abschluss der Spurensicherung freigegeben worden.

Das beim Mord am früheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback verwendete Motorrad soll nach einem Zeitungsbericht überraschend wieder aufgetaucht sein. Wie die "Pforzheimer Zeitung" (Samstag) berichtete, untersucht die Polizei, ob es sich bei der Suzuki GS 750 in einer Garage im Kreis Böblingen tatsächlich um das von der Roten Armee Fraktion (RAF) angemietete Tat-Motorrad von 1977 handelt. Die Zeitung beruft sich auf einen Pforzheimer, dessen Freund die Maschine 1982 gekauft haben will. Nach dpa-Informationen hat die Böblinger Polizei im Auftrag des Landeskriminalamts mit einer Untersuchung begonnen.

Die Bundesanwaltschaft erklärte am Samstag auf Anfrage, dass das Motorrad damals nach Abschluss der Spurensicherung freigegeben worden sei, "weil es als Beweismittel nicht mehr benötigt wurde". Es sei auch "nicht ersichtlich, dass sich darauf noch relevante Spuren befinden könnten".

Wegen des Anschlags auf Buback steht die frühere RAF-Terroristin Verena Becker seit Ende September erneut vor Gericht.

DPA / DPA