HOME

Buback-Mord: Verena Becker bezieht vor Gericht keine Stellung

Vorgeworfen wird ihr die Beteiliung am Mord an Siegfried Buback im April 1977 beteiligt gewesen zu sein. Vor Gericht schweigt die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker.

Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker hat zum Auftakt des Prozesses um den Mordanschlag auf den früheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback die Aussage verweigert. Einer ihrer Anwälte sagte am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart, seine Mandantin wolle nach den Angaben zur Person keine weiteren Angaben machen. Der Vorsitzende Richter Hermann Wieland verlas Notizen von Becker, die sie am Jahrestag der Ermordung Bubacks im Jahr 2008 geschrieben hatte. Sie habe überlegt, ob sie für Buback beten solle; die "Zeit für Reue und Schuld ist noch nicht da", es sei "noch ein weiter Weg", zitierte Wieland aus den Notizen.

Becker muss sich wegen des Vorwurfs der Beteiligung an dem Mordanschlag auf den früheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback und zwei seiner Begleiter vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft der heute 58-Jährigen vor, Mittäterin bei dem Anschlag am 7. April 1977 gewesen zu sein. Becker sei maßgeblich an der Entscheidung für das Attentat sowie dessen Planung und Vorbereitung beteiligt gewesen. Der Behörde zufolge gibt es aber keine Anhaltspunkte dafür, dass Becker damals auch selbst geschossen hat.

AFP / AFP