Prozess gegen Arafat Abou-Chaker Bushido und die Tondatei: Manipulation, ein "Rauschen im Hintergrund" und Verwunderung im Gerichtssaal

Anis Mohamed Youssef Ferchichi alias Bushido auf dem Weg in das Berliner Landgericht (Archivbild)
"Nicht auf fremde Toiletten": Anis Mohamed Youssef Ferchichi alias Bushido auf dem Weg in das Berliner Landgericht (Archivbild)
© Monika Skolimowska / DPA
Am 77. Verhandlungstag wurde beim Clanprozess im Berliner Landgericht eine Audiodatei angehört. Das Tape lässt Kernvorwürfe der Staatsanwaltschaft fragwürdig erscheinen. Ihr Kronzeuge Bushido will Manipulationen erkannt haben.

Bushido wundert sich. Wichtige Stellen waren nicht zu hören auf diesem Tape. Es war gerade im Gerichtssaal vorgespielt worden, mehr als mühselige vier Stunden lang. Es gab viele Unterbrechungen, ein Vor- und Zurückspulen, ein Dolmetscher erklärte arabischsprachige Passagen, Bushido und die Prozessbeteiligten lasen das Gehörte in Kopien der 107-seitigen Verschriftung durch das LKA mit. Es gab Pausen, im Saal war es so heiß, dass der Richter auf seine Robe verzichtet hatte und Bushido seine FFP-Maske anhob zwecks Belüftung seines Schnauzers. 


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