HOME

Buxtehude: Kinderschänder durch Wellensittich überführt

Ein Wellensittich hat die Polizei zu einem mutmaßlichen Kinderschänder geführt: Nachdem die Ermittler den Vogel auf einem Foto wiedererkannt hatten, klagte die Staatsanwaltschaft Stade nun einen 66-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in 40 Fällen an.

Ein Wellensittich hat die Polizei zu einem mutmaßlichen Kinderschänder geführt: Nachdem die Ermittler den Vogel auf einem Foto wiedererkannt hatten, klagte die Staatsanwaltschaft Stade nun einen 66-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in 40 Fällen an. Der Mann aus dem niedersächsischen Buxtehude habe den Missbrauch einer Neunjährigen fotografiert und die Bilder bei einer örtlichen Drogerie entwickeln lassen, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade, Kai Thomas Breas, am Dienstag mit. Die Drogerie übergab die Fotos, auf denen am Fenster der Wellensittich zu sehen war, der Polizei.

Die Ermittler konnten sich laut Breas an die Wohnung mit dem Vogel erinnern - dort soll der Mann bereits 2006 die damals siebenjährige Tochter seiner Lebensgefährtin missbraucht haben. Wegen des daraufhin ergangenen Haftbefehls tauchte der 66-Jährige zunächst unter, zog aber später unbemerkt wieder in der Wohnung seiner Freundin ein. Dort verging er sich an der Neunjährigen, die einige Tage bei der 35-Jährigen wohnte. "Das Opfer soll ausgesagt haben, dass sich ihr auch die Lebensgefährtin sexuell genähert hat", sagte Breas. Gegen die Frau werde deshalb wegen des Anfangsverdachts der Beihilfe des sexuellen Missbrauchs ermittelt. Ihr vorbestrafter Partner sitzt seit August in Untersuchungshaft.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?