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Nahe Calais: Flüchtling soll Dolmetscherin vergewaltigt haben

Die Dolmetscherin eines Journalisten soll im Flüchtlingslager von Calais Opfer einer Vergewaltigung geworden sein. Drei Männer, "vermutlich Flüchtlinge", hätten sie attackiert, gab das Duo an. Ein Mann habe die Frau im weiteren Verlauf zum Sex gezwungen.

Blick in die Zeltstadt bei Calais

Blick in die Zeltstadt bei Calais

In der Nacht auf Dienstag soll eine afghanisch-stämmige Dolmetscherin im Lager in Calais von einem Flüchtling vergewaltigt worden sein. Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass die Patschu-Dolmetscherin mit einem Fernsehjournalisten in der Zeltstadt war um eine Reportage über minderjährige Flüchtlinge zu drehen. Nach eigenen Angaben seien beide dort von drei Afghanen, "vermutlich Flüchtlingen", angegriffen worden.

Die Angreifer aus Calais sind noch nicht gefasst

Die Männer hätten zunächst die Ausrüstung des Journalisten rauben wollen. Dann habe einer der mit einem Messer bewaffneten Afghanen die 38-jährige Dolmetscherin zu Sex gezwungen. Die beiden anderen Männer hätten den 42-jährigen Journalisten mit Messern auf Abstand gehalten. Die Behörden leiteten umgehend Ermittlungen ein. Nach den drei Angreifern wird noch gesucht.

In dem auch als "Dschungel" bekannten Flüchtlingslager von Calais harren tausende Flüchtlinge aus, von denen viele hoffen, heimlich nach Großbritannien zu gelangen. Das Lager soll bald geräumt werden, möglicherweise ab kommendem Montag. Die französischen Behörden wollen die Flüchtlinge in Unterkünften im ganzen Land verteilen.

fri / AFP