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Chemieunfall in Nordhessen Giftige Chemikalie tritt aus - mehr als 30 Verletzte


In Hessen sind bei einem Chemieunfall mehrere Menschen verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte wohl ein Gabelstaplerfahrer nicht aufgepasst. Die Feuerwehr löste einen Großalarm aus.

Bei einem Chemieunfall in Nordhessen sind mehr als 30 Menschen durch giftige Dämpfe verletzt worden. Dabei trat nach Polizeiangaben in der Nacht zum Mittwoch auf dem Gelände eines Logistikunternehmens im Industriegebiet von Homberg (Efze) ein ätzender Stoff aus. Mindestens 33 Menschen mussten wegen Atemwegsbeschwerden in Krankenhäusern behandelt werden.

Zu dem Unfall kam es laut Polizei um kurz nach Mitternacht, als ein Gabelstapler ein 200-Liter-Fass mit dem Stoff Phenylmercaptan transportierte. Aus ungeklärter Ursache traten dabei rund 30 Liter des Stoffes aus. Dieser verbreite einen unangenehmen knoblauchartigen Geruch und könne Atemwege und Schleimhäute angreifen, erklärte die Polizei Homberg.

Unmittelbar nach dem Unfall wurde ein Großalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde über Warnmeldungen im Radio und Lautsprecherdurchsagen der Polizei aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Unter den Verletzten waren laut einem Polizeisprecher aber keine Anwohner.

In Kontakt mit dem Stoff waren nach Polizeiangaben rund 180 Menschen gekommen, darunter Mitarbeiter des Unternehmens sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei. Zahlreiche Mitarbeiter der Firma wurden zunächst in der Stadthalle untergebracht und dort behandelt.

Die weiträumige Absperrung im Industriegebiet wurde am Mittwochmittag wieder aufgehoben. Es bestanden dem Polizeisprecher zufolge keine Gefahren mehr für die Bevölkerung. Die Untersuchungen zur Klärung der Unfallursache dauerten an.

AFP AFP

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