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Colorado: Kino-Amokläufer wegen Massenmordes angeklagt

Der mutmaßliche Kino-Todesschütze von Colorado muss sich wegen mehrfachen Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft legte James Holmes insgesamt 142 Anklagepunkte zur Last.

Dem mutmaßlichen Kino-Amokläufer von Colorado droht wegen Massenmordes die Todesstrafe. Der 24-jährige James Holmes wurde wegen der Ermordung von zwölf Menschen angeklagt. Er habe bösartig gehandelt, "mit extremer Gleichgültigkeit über den Wert des menschlichen Lebens", hieß es in der Anklageschrift. Zudem warf die Staatsanwaltschaft ihm am Montag in mehr als 100 Fällen Mordversuch vor. Der ehemalige Student machte bei der Anklageverlesung in Centennial (Colorado) nach Angaben des TV-Senders CNN erneut zeitweise einen abwesenden Eindruck. Im Zentrum des Verfahrens dürfte die Frage stehen, ob Holmes zurechnungsfähig ist. Holmes, der schon vor einer Woche geistig verwirrt wirkte, hörte sich die Verlesung der Anklage schweigend und ohne sichtbare Reaktion an, berichteten Reporter aus dem Gerichtssaal. Seine Haare waren weiterhin grellrot gefärbt. Er habe längere Zeit ins Leere gestarrt und die Augen weit aufgerissen. Allerdings habe er insgesamt einen etwas wacheren Eindruck als vor einer Woche gemacht.

Der Angeklagte habe lediglich eines einziges Wort gesagt. Richter William Sylvester habe ihn gefragt, ob er mit der Forderung seiner Anwälte nach mehr Zeit bis zu einer ersten Anhörung einverstanden sei. Darauf habe Holmes mit kaum vernehmbarer Stimme "Ja" geantwortet, sagte ein CNN-Reporter. Auf den Zuschauerplätzen saßen auch Angehörige der Opfer. Bilder aus dem Gerichtssaal gab es diesmal nicht, da Kameras verbannt waren.

Holmes soll bei einem Überfall auf ein Kino zwölf zumeist junge Zuschauer erschossen und weitere 58 verletzt haben. Außerdem hatte er nach Angaben der Polizei in seiner Wohnung Sprengfallen aufgestellt, die ebenfalls Menschen töten sollten. Er habe über Monate hinweg Waffen und Munition gesammelt, seine Tat erscheine daher sorgsam geplant.

Die Anklage lautete formell auf 24-fachen Mord, heißt es in dem Gerichtsdokument. Zwölfmal werden ihm Todesschüsse mit tatsächlicher Mordabsicht vorgeworfen. In den anderen zwölf Fällen macht die Staatsanwaltschaft geltend, dass wegen des wahllosen Herumschießens zwölf Menschen ums Leben gekommen seien. Damit gibt es pro Mordopfer zwei Anklagefälle.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits zuvor erklärt, sie prüfe die Todesstrafe. Sie muss in Colorado innerhalb von 60 Tagen nach der Anklageerhebung beantragt werden. Die Todesstrafe wird allerdings in dem Bundesstaat äußerst selten verhängt.

Kaum ein anderer Amoklauf hat die Amerikaner in den vergangenen Jahren derart erschüttert wie dieses Blutbad vor gut zehn Tagen während einer "Batman"-Vorstellung. Zugleich werden Stimmen nach strengeren Waffengesetzen laut. Die Motive, die hinter der Tat stehen, liegen nach wie vor völlig im Dunkeln.

Mehrere Hinweise nähren Spekulationen über eine mögliche Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten. US-Medien hatten berichtet, dass Holmes in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Auch soll er Schreiben mit angeblichen Mordplänen und Gewaltfantasien an eine Psychiaterin der Universität geschickt haben. Auch sein Auftreten vor Gericht warf solche Fragen auf.

Zudem sollte das Gericht am Montag über eine weitere juristischen Kontroverse beraten. Dabei geht es um das angebliche Schreiben des Angeklagten an seine Psychiaterin, in dem er Mordpläne skizziert haben soll. Nach Ansicht der Anwälte gefährdet die Veröffentlichung einen fairen Prozess. Es handele sich um vertrauliche Dokumente eines Patienten. Sie verlangten die Herausgabe des Dokuments.

Die nächste Anhörung sei für den 9. August angesetzt, berichtete die "Denver Post". Das Verfahren soll mit einer Voranhörung am 12. November beginnen.

Erst am Sonntag war ein weiterer Schicksalschlag für eine Überlebende des Amoklaufs bekanntgeworden: Eine schwangere Mutter, die bei der Bluttat bereits ihre sechsjährige Tochter verloren hatte, erlitt eine Fehlgeburt. Die Frau sei in der sechsten Woche schwanger gewesen, teilte ihre Familie nach Angaben der Zeitung "Denver Post" mit.

hw/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.