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Hannover Bundespolizei wendet sich an Maskenverweigerer: "Liebe Maskenmuffel ... ihr nervt!"

Beamte der Bundespolizei in einem ICE
Beamte der Bundespolizei in einem ICE
© Martin Schutt / Picture Alliance
Die Bundespolizei hat alle Hände damit zu tun, die Maskenpflicht durchzusetzen – und muss sich dabei immer wieder von Maskengegnern beschimpfen lassen. Den Beamten in Hannover ist jetzt der Kragen geplatzt.

Masken gehören in der Corona-Pandemie schon seit längerer Zeit an vielen Orten zum Alltag – nicht immer angenehm, aber längst akzeptiert. Vor allem in Innenräumen und dort, wo die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, soll der Mund-Nasen-Schutz die Verbreitung des Virus verhindern. Dennoch sträuben sich einige Maskengegner immer noch dagegen.

Für die Durchsetzung der Maskenpflicht ist vielerorts die Bundespolizei zuständig, unter anderem auch im Bahnverkehr. Dabei haben es die Beamten immer wieder mit notorischen Maskenverweigerern zu tun. Der Bundespolizei in Hannover ist nun der Kragen geplatzt. In einer Mitteilung wendet sich die Polizei direkt an die Maskengegner: "Liebe Maskenmuffel ... ihr nervt!"

Bundespolizei genervt von "Wohlstandstrotz" der Maskengegner

"Wir diskutieren nicht mit euch. Und eure Meinung interessiert uns auch nicht! Bei Verstößen gegen die Corona-Schutzvorschriften erfolgt eine sofortige Anzeige!", heißt es in dem Text. "Setzt einfach eure Maske auf und erspart uns euren Wohlstandstrotz. Wir haben schon genug zu tun!"

Allein in der Nacht von Samstag auf Sonntag habe es 57 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Schauplatz sei dabei meistens der Hauptbahnhof in Hannover gewesen. Außerdem erleben die Beamten im Umgang mit Maskengegnern regelmäßig Widerstände und Feindseligkeiten.

Widerstand und Beschimpfungen 

Einige aktuelle Beispiele nennt die Bundespolizei in Hannover in ihrer Pressemitteilung. So habe ein 22-jähriger Mann ohne Maske "erheblichen Widerstand" geleistet und sei schließlich zwangsweise zur Wache mitgenommen worden. Ein 24-Jähriger verstieß in einem ICE gleich mehrfach gegen die geltenden Regelungen: Er trug keine Maske, hatte kein gültiges Ticket und war laut Polizei nicht geimpft (in den Zügen der Deutschen Bahn gilt mittlerweile die 3G-Regel; ob er genesen oder getestet war, ist unklar). Als das aufflog, beschimpfte er die Bahn-Mitarbeitende. Die Bundespolizei holte den Mann aus dem Zug.

Totimpfstoffe (Symbolbild)

Ein 53-Jähriger reagierte auf die Kontrolle durch die Beamten der Bundespolizei sofort aggressiv. Er beleidigte die Polizisten im Hauptbahnhof und stieß Morddrohungen aus.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Hannover

epp

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