HOME

Cyntoia Brown erschoss Freier: Die Geschichte einer Mörderin, die mit 16 tötete und mit 30 begnadigt wurde

Mit 16 Jahren tötete sie einen Freier per Kopfschuss, wurde wegen Mordes verurteilt. Nun hat der Gouverneur von Tennessee Cyntoia Brown begnadigt und folgt damit auch den Aufrufen zahlreicher prominenter Fürsprecherinnen.

Cyntoia Brown hat nahezu ihr halbes Leben im Gefängnis verbracht. Ab Herbst soll sie eine freie Frau sein.

Cyntoia Brown hat nahezu ihr halbes Leben im Gefängnis verbracht. Ab Herbst soll sie eine freie Frau sein.

Picture Alliance

Prominente Frauen wie Kim Kardashian, Rihanna und Cara Delevingne kämpften für ihre Freilassung, ein entsprechender Hashtag mit ihrem Namen trendete immer wieder auf Twitter, nun sind ihre Unterstützer am Ziel. Der Gouverneur des US-Bundesstaats Tennessee, Bill Haslam, hat Cyntoia Brown begnadigt. Im August wird die von einer Jury verurteilte und zu lebenslanger Freiheitstrafe verurteilte Mörderin das Gefängnis verlassen. "Ich werde alles tun, was ich kann, um das Vertrauen in mich zu rechtfertigen", schrieb die 30-Jährige in einem schriftlichen Statement.

Das Leben von Cyntoia Denise Brown stand von Anfang an unter schwierigen Vorzeichen. Ihre drogen- und alkoholabhängige Mutter hatte sich auch während der Schwangerschaft mit ihr weiter berauscht. Der 6. August 2004 aber ließ es endgültig aus den Fugen geraten. Die damals 16-Jährige ist bereits vor Wochen von zuhause weggelaufen. Sie gerät an einen Zuhälter, der sich selbst "Kutthroat" nennt (von "cutthroat", in etwa: Halsabschneider, Mörder). Er schlägt sie, demütigt sie, zwingt sie in die Prostitution. Sie wird vergewaltigt, betäubt sich immer wieder mit Drogen.

Am 6. August trifft sie dann auf einen 43-jährigen Immobilienmakler, der sie auf der Straße aufgabelt, um mit ihr Sex gegen Geld zu haben. Die beiden fahren zu ihm nach Hause, er zeigt ihr seine Waffensammlung - und schließlich gehen sie zusammen in sein Bett. Kurz darauf ist der Mann tot, von Brown mit einem Kopfschuss getötet. So steht es in den Akten des Gerichts in Nashville, Tennesee, zu dem Fall.

Cyntoia Brown: Notwehr oder kaltblütig getötet?

Zum genauen Tathergang aber gab es zwei Versionen: die der Polizei und die von Brown. Sie beteuerte, sich von ihrem Freier bedroht gefühlt zu haben. Er habe ihr etwas zugeflüstert und unters Bett gegriffen, da habe sie die Waffe - die Zuhälter "Kutthroat" ihr gegeben habe - aus ihrer Handtasche gezogen und ihn erschossen. Die Polizei hingegen hielt sie für eine kaltblütige Killerin. Der Mann sei mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet worden und zwar, während er schlief. Darauf deute die Auffindposition der Leiche hin. Brown habe ihn aus Habgier erschossen, sei mit Geld aus seinem Portmonnaie und zwei seiner Waffen geflüchtet.

Das Gericht folgte der Lesart der Polizei. Der Teenager wurde unter anderem wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Auf Bewährung würde sie frühestens hoffen können, wenn sie 67 Jahre alt ist, hieß es damals.

Gouverneur folgt prominenten Unterstützern

Nun hat Gouverneur Haslam entschieden, dass die junge Frau aus der Haft entlassen wird. Er begründete seine Entscheidung damit, das Urteil von 2006 sei "zu harsch" gewesen. Der Fall von Cyntoia Brown sei "tragisch und komplex". Er folgt damit der Lesart zahlreicher prominenter Unterstützer. Rihanna etwa hatte vor rund anderthalb Jahren auf Instagram geschrieben: "Haben wir irgendwie die Definition von Gerechtigkeit verändert? Irgendetwas läuft gewaltig schief, wenn das System solche Vergewaltiger zulässt, und das Leben des Opfers wird einfach weggeschmissen."

Ähnlich sah das damals Kim Kardashian und twitterte: "Das System hat versagt. Es bricht mir das Herz, zu sehen, wie ein junges Mädchen zur Prostitution gezwungen wird und dann, wenn sie den Mut aufbringt, sich zu wehren, wird sie lebenslang ins Gefängnis gesteckt." Auch Cara Delevingne fand das Urteil "völlig wahnsinnig". Eine TV-Dokumentation von 2011 hatte auf den Fall aufmerksam gemacht.

Staatsanwalt: "eine sehr gefährliche Person"

Der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Jeff Burks, der an der Anklage gegen Brown beteiligt war, mahnte hingegen immer wieder, die junge Frau nicht voreilig von ihrer Schuld loszusprechen. "Sie war nicht jemand, der mal einen Fehler gemacht hat", so Burks. "Sie war eine sehr gefährliche Person. Sie hat ihre eigenen Entscheidungen getroffen. Sie ist hübsch und klug und kann sich ausdrücken, also gibt es jetzt Menschen, die für sie kämpfen. Aber lasst uns nicht vergessen, was für ein Verbrechen sie begangen hat."

Die jetzige Begnadigung begründete Gouverneur Haslam auch damit, dass sie in der Haft große Anstrengungen unternommen habe, um "ihr Leben neu zu gestalten". Brown soll nun im August auf Bewährung aus der Haft entlassen werden, nachdem sie noch ein Coaching für die Rückkehr in die Freiheit absolviert hat. Vorher möchte die junge Frau aber noch ihren Bachelor fertig machen. Ein letzter Kurs fehle ihr dazu, schreibt sie in ihrem Statement. Im Mai werde sie den Abschluss haben. In Freiheit wolle sie dann den Rest ihres Lebens vor allem jungen Frauen helfen, nicht dort zu enden, wo sie aktuell noch einsitzt.

Quellen: Akten des Gerichts in Nashville, Tennesee, Artikel im "Tennessean"

Foto von Lisa und Leon
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.